Ein Autokonzern baut ein Werk dort, wo der Markt groß, die Energie günstig und der Zoll umgehbar ist, und Deutschland diskutiert über einen Bühnenauftritt.
Selten hat sich die hiesige Debattenkultur so treffsicher selbst entlarvt wie in den Tagen nach der Audi-Ankündigung in Georgia. Statt über die Gründe zu reden, warum Kapital reihenweise die Bundesrepublik verlässt, verlegt man sich auf die Empörung über Gesten, Symbole und moralische Nähe. Das ist bequem. Nur leider völlig am Thema vorbei.
Kommentar
Symbolpolitik im Niedergang: Die absurde Debatte um Audis US-Werk
Medien und Politiker geißeln den Auftritt von Konzernchef Döllner als Kniefall vor Trump. Dabei wollen die Kritiker die Ursache der Entscheidung nicht sehen.
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Audi-Vorstandsvorsitzender Gernot Döllner (r.) sprach auf einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump im US-Bundesstaat Georgia.
© Mike Stewart/AP/dpa
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