GRUNDSTÜCK FÜRS SCHLOSS. Der Senat will fürs Humboldtforum und den geplanten Neubau mit der Stadtschloss-Fassade seinen Anteil des Grundstücks im Wert von 51 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Dies kündigte Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) gestern an. Es sei unklar, ob der Senat darüber hinaus Geld zahle. "Völlig klar ist immer nur die Vergangenheit, die Gegenwart ist immer mit Unsicherheit behaftet", sagte Sarrazin zur jüngsten Äußerung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Michael Müller. Dieser hatte gesagt, es sei "völlig klar", dass Berlin sich finanziell an der Bebauung des Schlossplatzes beteiligen werde. (cri.)ENTLASSUNGEN MÖGLICH. Nach dem Skandal in der Polizeischule schließt Innensenator Ehrhart Körting (SPD) Entlassungen von Polizeischülern nicht aus. Sollte es bei Schülern wirklich antisemitische Haltungen geben, hätte dies die Entlassung aus dem Dienst zur Folge. Es stelle sich die Frage, ob der Vorfall nicht sofort dem Polizeichef und Innensenator hätte gemeldet werden müssen. Die Schüler sollen in einer Diskussion mit einem Zeitzeugen geäußert haben, sie wollten nicht dauernd an den Holocaust erinnert werden. Der Fall ereignete sich am 27. Februar, wurde aber erst am 20. März durch einen Bericht der Berliner Zeitung bekannt. (cri.)ENTSCHULDIGUNG GEFORDERT. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Volker Ratzmann hat gestern im Abgeordnetenhaus eine Entschuldigung der SPD für ihre Verantwortung beim Bankenskandal gefordert. Die Bürgermeisterin und Senatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD), die in Abwesenheit des Regierenden Bürgermeisters auf Ratzmann antwortete, lehnte dies ab: "Die SPD hat ihre Konsequenzen gezogen und eine neue Regierung gebildet", sagte sie. (cri.)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]