0:5-Niederlage

Aus der Traum: 1. FC Union Berlin scheidet in Köln aus dem DFB-Pokal aus

Auch in dieser Saison ist der 1. FC Union Berlin frühzeitig aus dem Pokal geflogen. Bei Ligakonkurrent 1. FC Köln gab's eine Klatsche.

4 Min
Trainer Mauro Lustrinelli und der 1. FC Union Berlin scheiden krachend aus dem DFB-Pokal aus.

Trainer Mauro Lustrinelli und der 1. FC Union Berlin scheiden krachend aus dem DFB-Pokal aus.

© IMAGO/DeFodi.de

Der DFB-Pokal und der 1. FC Union Berlin – das ist in den letzten Jahren keine Erfolgsgeschichte. Auch in dieser Saison scheiden die Köpenicker nach einer 0:5 (0:1)-Niederlage beim 1. FC Köln frühzeitig aus dem Wettbewerb aus. Der Traum vom erstmaligen Einzug ins Endspiel im Olympiastadion nach 26 Jahren ist nach der 2. Runde also schon wieder ausgeträumt.

Lustrinelli wechselt den Torhüter

Vor der Partie hatte sich die Frage gestellt, ob Trainer Mauro Lustrinelli eher auf Kontinuität oder Rotation setzen würde. Im Vergleich zum 1:1 in der Bundesliga beim FC Augsburg nahm der Schweizer drei Wechsel vor, nur zwei davon freiwillig. Felix Uduokhai stand verletzungsbedingt gar nicht im Kader, Leopold Querfeld ersetzte ihn. Auf Torhüter Frederik Rönnow und Livan Burcu verzichtete Lustrinelli aus freien Stücken. Matheo Raab rückte zwischen die Pfosten, Mekhi Gray kam zu seinem Startelf-Debüt im Profibereich.

Die Köpenicker starteten schwungvoll in die Partie. Der Schuss von Rani Khedira wurde nach einer einstudierten Eckball-Variante noch geblockt (4.), der Versuch von Tim Skarke stellte Köln-Keeper Marvin Schwäbe vor keine große Herausforderung (8.). Den Hausherren merkte man in der Anfangsphase die Verunsicherung nach dem torlosen Remis gegen Schalke am vergangenen Wochenende an, für die Union-Defensive wurde es selten brenzlig.

Matheo Raab stand erstmals seit dem ersten Bundesliga-Spieltag wieder bei Union im Tor.

Matheo Raab stand erstmals seit dem ersten Bundesliga-Spieltag wieder bei Union im Tor.

© IMAGO/Matthias Koch

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Das änderte sich nach 25 Minuten. Linton Maina tauchte in halblinker Position frei vor Raab auf, der Torhüter reagierte allerdings großartig und lenkte den Abschluss des gebürtigen Berliners noch an den rechten Pfosten. Die Partie nahm mit dieser Szene endgültig Schwung auf. Michel Aebischer zielte bei einer aussichtsreichen Abschlussgelegenheit weit drüber (28.) und den Kopfball von Zeno Van Den Bosch parierte Schwäbe (30.). Eine Union-Führung wäre nicht unverdient gewesen, der Treffer fiel aber auf der anderen Seite.

Rothes Fehlpass, El Malas Tor

Tom Rothe spielte in der Vorwärtsbewegung keinen guten Ball auf Wooyeong Jeong und der anschließende Konter überrollte Union. András Schäfer kam gegen Said El Mala nicht hinterher, der wurde von Maina halblinks in den Strafraum geschickt und blieb vor Raab eiskalt (32.). Der Rönnow-Vertreter stellte zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff noch einmal sein ganzes Können gegen den frei auf ihn zulaufenden El Mala unter Beweis. Offensiv kam von den Eisernen dagegen nicht mehr viel.

Lustrinelli wechselte zur Pause Rothe aus, brachte dafür Derrick Köhn, der in dieser Saison bislang lediglich zu zwei Kurzeinsätzen gekommen war. Die fehlende Spielpraxis merkte man dem Linksverteidiger direkt an, als er einen Ball nicht entschlossen genug wegschlug. El Mala wurde so in Szene gesetzt, passte vor Raab quer auf Maina, der das 2:0 erzielte (52.).

Ein letzter Weckruf war das aber nicht, sondern viel eher der Startschuss zu einem in der Folge tristen Abend. El Mala tanzte Van Den Bosch rechts im Strafraum aus und traf mit einem herrlichen Schlenzer zum 3:0 (60.). Raab war zum dritten Mal machtlos. Der eingewechselte Isak Johanesson besorgte nach Vorarbeit von Ex-Unioner Marius Bülter gar noch das 4:0 (78.) und Sebastian Sebulonsen setzte den Schlusspunkt (89.).

Schnelles Wiedersehen am Sonntag

Und Union? Nach Wiederanpfiff erarbeitete sich die Lustrinelli-Elf keine ernsthafte Gelegenheit. Hinten verhinderte Raab in der Schlussphase ein mögliches sechstes Gegentor bei seiner Parade gegen Jan Thielmann (84.). Die Chance zur schnellen Wiedergutmachung gibt's am Sonntag (15.30 Uhr) in der Bundesliga. Dann ist Köln zum Wiedersehen Gast in der Alten Försterei.

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