Kultburger

Aus nach 37 Jahren: McDonald's nimmt Kult-Burger aus dem deutschen Sortiment

Aus für den McRib. Ende Oktober verschwindet der beliebte Burger aus den deutschen Filialen. Warum McDonald's den Kult-Burger nicht mehr anbietet.

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McDonald

McDonald's nimmt den beliebten McRib aus dem deutschen Sortiment.

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Am 27. Oktober verschwindet der McRib aus den deutschen McDonald's-Filialen. Seit 1989 war der Schweinefleisch-Burger ununterbrochen Teil des Sortiments – eine Ausnahme, denn in den meisten anderen Ländern tauchte er stets nur zeitlich begrenzt auf. Einen Grund für das Ende nennt der Konzern in seinem Newsletter nicht, verabschiedet den Burger dort aber als „echte Ikone“.

Die Entstehung des McRib geht auf eine Lieferengpass-Situation in den USA zurück: Anfang der 1980er-Jahre verkauften sich die Chicken McNuggets dort so gut, dass das Hühnerfleisch knapp wurde. Als Ersatz griff die Kette auf Schweinefleisch zurück. Verantwortlich für das Rezept war René Arend (1928–2016), ein aus dem luxemburgischen Wiltz stammender Koch, der zuvor in gehobenen Clubs in Chicago gearbeitet hatte. Arend hatte Konzerngründer Ray Kroc (1902–1984) zunächst abgewiesen, weil er nicht an Hamburger glaube – später entwarf er für McDonald's sowohl die Chicken McNuggets als auch den McRib.

Rippchen-Form ohne Knochen

Das Produkt selbst war von Anfang an eine optische Täuschung: Der McRib imitiert mit seiner Form ein Rippchenstück, enthielt aber nie Knochen. Er besteht aus gehacktem Schweinefleisch, das in Form gepresst und mit einer rauchigen Barbecue-Sauce überzogen wird. Dazu kommen Gurkenscheiben, weiße Zwiebeln und ein längliches Brötchen. Wegen der reichlichen Sauce wurde der Burger üblicherweise mit Erfrischungstüchern ausgegeben.

In den USA führte der McRib ein unstetes Dasein mit wechselnder Verfügbarkeit; Fans verfolgten auf einer eigens eingerichteten Website, in welcher Filiale er gerade erhältlich war. Deutschland zählte zu den wenigen Märkten, in denen er dauerhaft im Angebot blieb.

Zu den prominenten Anhängern gehört Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59), der nach eigenen Angaben seit jungen Jahren bevorzugt McRib oder Big Mac isst und den Burger mehrfach auf Instagram zeigte. Ein Comedian reagierte auf einen dieser Posts mit der Frage, ob Söder nicht doch einmal Cannabis probieren wolle.

Duschgel als Aprilscherz

Wie stark der McRib polarisierte, zeigte eine Aktion vom 1. April 2025: McDonald's bot über seine App ein McRib-Duschgel für 400 Punkte an. Was wie ein Aprilscherz klang, war tatsächlich erhältlich.

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Als Nachfolger im Sortiment verbleibt der McRib Sweet Heat mit süß-scharfer Chilisauce – ein eigenständiges Produkt, das laut Darstellung der Bild voraussichtlich ebenfalls nur kurz im Angebot bleiben wird. Ob der klassische McRib eines Tages nach amerikanischem Vorbild als zeitlich begrenzter Aktionsburger zurückkehrt, ist offen.

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