Wer für die ersten Herbstabende eine Serie sucht, muss dafür kein Abo abschließen. In der ARD Mediathek steht seit dem 10. September das komplette Finale von „Babylon Berlin“ – acht Folgen, kostenlos.
Am Freitag, 25. September, zieht Das Erste nach und zeigt ab 22.20 Uhr die letzten vier Episoden. Danach ist Schluss: Nach neun Jahren und 48 Folgen endet die Serie, die als teuerste deutsche Serienproduktion gilt.
Babylon Berlin Staffel 5: Die Handlung im Finale
Berlin, Februar 1933. Hitler ist seit wenigen Tagen Reichskanzler, bis zum Reichstagsbrand bleiben nur Wochen.
Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) ermittelt in einer Mordserie an ehemaligen Frontsoldaten. Ihr Kollege Gereon Rath (Volker Bruch) ist zu Beginn der Staffel spurlos verschwunden.
Dazu taucht eine verschollene Akte auf, die Hitlers Vergangenheit als Soldat im Ersten Weltkrieg in neuem Licht zeigen könnte. Charlotte Ritter macht sich auf die Suche danach, während die Nationalsozialisten die Polizei Stück für Stück unter ihre Kontrolle bringen.
Neu dabei sind unter anderem Devid Striesow, Ulrich Noethen und Clemens Schick. Buch und Regie liegen wieder bei Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Handloegten. Vorlage sind Motive aus Volker Kutschers Roman „Märzgefallene“.
Babylon Berlin: Quote im Ersten, Abrufe in der Mediathek
Im linearen Fernsehen lief der Auftakt am vergangenen Samstag mäßig. Zur ersten Folge schalteten 2,48 Millionen Menschen ein, der Marktanteil lag bei 12,9 Prozent. Die vierte Staffel war 2023 noch mit 3,78 Millionen Zuschauern gestartet.
In der Mediathek sieht die Bilanz anders aus. Nach ARD-Angaben kamen die neuen Folgen samt Begleitdoku bis zum vergangenen Wochenende auf knapp fünf Millionen Abrufe, berichtet das Branchenportal Quotenmeter.
Abrufe lassen sich nicht eins zu eins mit TV-Zuschauern vergleichen. Die Richtung ist trotzdem klar: Das Publikum von „Babylon Berlin“ ist nicht verschwunden. Es schaut nur nicht mehr samstags um 20.15 Uhr.
Babylon Berlin kostenlos streamen: So geht's
Die Folgen 1 bis 4 sind in der ARD Mediathek frei abrufbar. Für die Folgen 5 bis 8 ist ein Login nötig, ein kostenloses ARD-Konto reicht.
Laut Mediathek bleiben die Episoden bis zum 10. September 2027 online, mit Untertiteln und Audiodeskription.
Wer lieber klassisch fernsieht: Das Erste zeigt die Folgen 5 bis 8 am Freitag, 25. September, ab 22.20 Uhr am Stück.
Lohnt sich das Finale von Babylon Berlin?
Ja. Gerade wer nach der zähen vierten Staffel ausgestiegen ist, sollte zurückkommen. Mit acht statt zwölf Folgen erzählt das Finale deutlich straffer.
Leicht verdaulich ist es nicht. Das Fachportal Digital Fernsehen beschreibt, wie der Rausch der früheren Staffeln einer zunehmend bedrückenden Erzählung weicht. Wer weiß, wohin das Jahr 1933 führt, spürt das in jeder Szene.
Der Tagesspiegel lobt, wie akribisch die Macher Anfang und Ende verknüpfen. Schon die Hypnose-Szene zum Auftakt greift eine Szene aus der allerersten Folge von 2017 auf.
Acht Folgen zu je 40 bis 45 Minuten: Ein verregnetes Herbstwochenende reicht locker.
Babylon Berlin zum Nachhören und Nachspielen
Seine Weltpremiere feierte das Finale am 10. September im Zoo Palast. Zum Abschied hat die ARD das Serienuniversum erweitert, und die Begleitangebote führen quer durch das alte Berlin.
Die Hörspielserie heißt „Haus Vaterland“, benannt nach dem legendären Vergnügungspalast am Potsdamer Platz. Das Adventure-Spiel „Eine Nacht im Moka Efti“ spielt in dem Tanzcafé an der Friedrichstraße, das in der Serie zu den wichtigsten Schauplätzen gehört.
Wer den historischen Hintergrund vertiefen will, findet in der Mediathek außerdem „Babylon Berlin – Die Doku“. Sie zeichnet nach, wie die Nationalsozialisten zwischen Ende Januar und Ende März 1933 in nur sieben Wochen die Demokratie aushebelten.
Kommt Babylon Berlin Staffel 6?
Nein. Die Serienschöpfer hatten früh angekündigt, dass „Babylon Berlin“ mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten endet. ARD und Macher bezeichnen die fünfte Staffel ausdrücklich als Finale.
Wer die Serie nie gesehen hat, kann in der Mediathek auch mit der allerersten Folge beginnen. Dann reicht der Stoff bis weit in den Winter.
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