Die Südumfahrung Pirna wird nicht wie geplant Ende 2026 fertig. Die vollständige Freigabe der B172n ist nach dem Stand einer Baustellenbegehung am Mittwoch erst für 2027 zu erwarten, wie Fachleute bei der Begehung mitteilten. Grund sind Mängel an Betonbauteilen der Gottleubatalbrücke.
Bei Untersuchungen fanden sich Hohlräume im Beton an mehreren Brückenpfeilern. Betroffen sind auch die Vouten, also die Übergangsbereiche zwischen den Pfeilern und dem Fahrbahnträger, die für die Tragfähigkeit wichtig sind. Die Sanierung soll voraussichtlich 2027 laufen. Erst danach darf der Verkehr über die Brücke rollen.
Kosten der B172n steigen auf 288,4 Millionen Euro
Für die rund 3,8 Kilometer lange Strecke sind inzwischen 288,4 Millionen Euro veranschlagt. In der Vorplanung von 1999 waren es rund 36 Millionen Euro, 2008 dann 70,9 Millionen und zum Baubeginn 2017 rund 98 Millionen Euro. Allein die Gottleubatalbrücke soll jetzt rund 180 Millionen Euro kosten, ursprünglich waren etwa 72 Millionen eingeplant. Ursprünglich sollte die Ortsumgehung schon 2022 fertig sein.
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MehrSchon der Kohlbergtunnel hatte den Zeitplan verschoben. Weil das Gestein zu weich war, konnte er nicht mit einer großen Tunnelbohrmaschine aufgefahren werden, stattdessen kamen Bagger, Spezialverfahren und Spritzbeton zum Einsatz. Dazu kamen Auflagen des Naturschutzes, Corona-Erkrankungen unter den Bauarbeitern und Materialengpässe. Der Tunnel ist fertig, bleibt aber bis zur Freigabe der gesamten Strecke geschlossen.
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Die B172n soll den Durchgangsverkehr aus Pirna heraushalten und die Verbindung von der A17 in Richtung Sächsische Schweiz verbessern. Ein erster Teilabschnitt ist seit Dezember 2022 befahrbar.
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