Konjunkturumfrage

Bauwirtschaft in Brandenburg und Berlin sieht keine Trendwende

Die Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg kämpft weiterhin mit der Stagnation: Aufträge gehen zurück, Umsätze schwächeln weiter.

OAZ
2 Min
Die Aussichten für die Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg sind weiterhin düster.

Die Aussichten für die Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg sind weiterhin düster.

© serienlicht/IMAGO

Die Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg bleibt nach Angaben der Fachgemeinschaft Bau wirtschaftlich stark gefordert. Eine konjunkturelle Belebung sei bislang nicht in Sicht. Auftragseingänge stagnierten oder gingen zurück, Umsätze entwickelten sich schwach, Investitionen würden weiter zurückgestellt. Das geht aus der Frühjahrs-Konjunkturumfrage 2026 der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg hervor.

„Viele Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage nur noch als befriedigend oder schlecht, positive Impulse sind weiterhin die Ausnahme“, erklärte Geschäftsführerin Katarzyna Siwek. Die Unsicherheit bleibe hoch – insbesondere mit Blick auf Aufträge, Genehmigungen und die Planbarkeit öffentlicher Investitionen.

Besonders angespannt ist laut Umfrage die Lage bei öffentlichen Aufträgen. Ein erheblicher Teil der Betriebe berichte von stagnierenden oder rückläufigen Auftragseingängen. Lange Genehmigungszeiten, komplexe Vergabeverfahren und fehlende Planungssicherheit bremsten die Bautätigkeit zusätzlich. Gleichzeitig habe sich der Wettbewerb um öffentliche und private Aufträge verschärft. Auch die Zahlungsmoral öffentlicher Auftraggeber werde weiterhin kritisch bewertet.

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Ruf nach verlässlichem Staat

„In dieser Situation muss der Staat stärker als verlässlicher Auftraggeber und Investitionsmotor auftreten“, betonte der amtierende Präsident der Fachgemeinschaft Bau, Sascha Gresitza. Öffentliche Mittel müssten zügig und vollständig in Projekte fließen. Entscheidend seien schnellere Verfahren, klare Zuständigkeiten und eine konsequente Umsetzung der angekündigten Beschleunigungsmaßnahmen.

Trotz der angespannten Lage engagierten sich viele Betriebe weiterhin in der Ausbildung, teilte die Fachgemeinschaft mit. Die Nachwuchsgewinnung werde jedoch durch bürokratische Hürden und strukturelle Probleme zunehmend erschwert.

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