Die Zahl der Beamten in Berlin ist im Landesdienst zuletzt spürbar gewachsen. Mit dem Anstieg hat auch ihr Anteil an der gesamten Belegschaft zugenommen.
Nach der aktuellen Personalstatistik des Landes zählte der unmittelbare Landesdienst im Januar etwas mehr als 138.000 Beschäftigte – 49,9 Prozent von ihnen sind verbeamtet, also nahezu die Hälfte.
Hauptverwaltung oder Bezirk: Wo der Beamtenanteil höher liegt
Der Anteil der Beamten verteilt sich nicht gleichmäßig über die Verwaltung. In der Hauptverwaltung fällt die Quote laut Statistik deutlich höher aus als in den Bezirksverwaltungen. Der Grad der Verbeamtung hängt also stark davon ab, in welchem Teil des Landesdienstes jemand beschäftigt ist.
Auffällig ist neben der Verbeamtung auch der Altersschnitt: Die Landesbeschäftigten werden im Mittel jünger. Das Durchschnittsalter sank der Statistik zufolge zum zwölften Mal in Serie – von 46,3 auf 46,1 Jahre.
Auch der Nachwuchs schlägt sich in den Zahlen nieder. 9,5 Prozent aller Landesbeschäftigten waren jünger als 30 Jahre.
Frauenanteil und Teilzeitquote in Berlins Verwaltung
Frauen stellen im Landesdienst klar die Mehrheit. Ihr Anteil lag bei 58,1 Prozent aller Landesbeschäftigten. Die Teilzeitquote veränderte sich dagegen kaum. Sie stieg im Januar auf 27,5 Prozent, nach 27,3 Prozent ein Jahr zuvor.
Ein Grund für die Zunahme der Beamten ist, dass Berlin seit 2023 auch Lehrer wieder verbeamtet. An Schulen gab es fast 40 Prozent mehr Beamte als im Jahr davor, die Zahl der Angestellten ging dagegen um etwa 22 Prozent zurück.
Beamtenbesoldung: Länder stellen sich auf hohe Kosten ein
Die Bundesländer müssen in den kommenden Jahren deutlich mehr Geld für die Besoldung ihrer Beamten aufbringen. Hintergrund ist ein Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom November vergangenen Jahres, wonach ein Großteil der Beamten zu wenig verdient.
Neue Statistik: Zahl der Beamten in zehn Jahren deutlich angestiegen
Brandenburger Beamte: 20 Prozent mehr Geld – was das für das Landesbudget bedeutet
Berlin traf bereits finanzielle Vorsorge in Höhe von 493 Millionen Euro für 2025 und 2026. Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts bezog sich ursprünglich auf das Land Berlin. Die Richter hatten festgestellt, dass für den Zeitraum 2008 bis 2020 etwa 95 Prozent der Besoldungsgruppen der Berliner Landesbeamten mit dem Grundgesetz unvereinbar gewesen seien. Die Entscheidung wirkt jedoch auch über Berlin hinaus.
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