Russland soll erneut mehrere Ortschaften in der westrussischen Region Kursk von der Ukraine zurückerobert haben. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete „die Dynamik“ nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax vor Journalisten als „gut“.
Staatsmedien berichteten am Mittwoch auch von einem Eindringen russischer Truppen in der grenznahen Stadt Sudscha, was von Behörden laut AFP nicht bestätigt wurde. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte nach eigenen Angaben jedoch ein von russischen Bloggern und staatlichen Medien veröffentlichtes Video verifizieren, das Truppen mit einer russischen Trikolore auf einem Platz im Zentrum von Sudscha zeigt.
Stadt Sudscha ist für ukrainische Armee von großer Bedeutung
Sudscha stellt die wichtigste Position der ukrainischen Armee in der Region dar – eine Rückeroberung durch die russische Armee wäre ein herber Rückschlag für Kiew. Wie die ukrainische Zeitung Kyiv Independent berichtet, dauern Kämpfe in der Stadt noch an. Die Zeitung hat das ukrainische Militärkommando im Gebiet Kursk demnach um eine Stellungnahme gebeten, eine offizielle Erklärung aber erst zu einem späteren Zeitpunkt zugesagt bekommen.
Noch am Montag hatte Oleksandr Syrskyj, Oberkommandierender der Streitkräfte der Ukraine, in einem Statement auf Facebook mitgeteilt, dass die Situation in Kursk „unter der Kontrolle der Verteidigungskräfte der Ukraine“ stehe. Ukrainische Streitkräfte würden sich an „günstige Verteidigungslinien“ verlagern, hieß es weiter.
Die Ukraine hatte im vergangenen Sommer eine Offensive in der grenznahen russischen Region Kursk gestartet. Russland gelang es nach eigenen Angaben inzwischen aber, große Teile der anfangs von der Ukraine besetzten Gebiete wieder unter seine Kontrolle zu bringen. (Mit AFP)
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