Cyberangriff

Hacker drohen Berlin: Daten von Bürgern könnten am Freitag im Netz landen

Eine professionelle Hackergruppe fordert zwei Millionen Euro Lösegeld vom Land Berlin. Läuft die Frist ab, drohen sensible Daten von Bürgern und Unternehmen öffentlich zu werden.

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Die Berliner Verwaltung ist von Hackern angegriffen worden.

Die Berliner Verwaltung ist von Hackern angegriffen worden.

© Sina Schuldt/dpa

Nach dem Cyberangriff auf das Datennetz der Berliner Verwaltung rechnet der Senat damit, dass die mutmaßlichen Täter noch am Freitag erbeutete Daten veröffentlichen könnten. Betroffen sein könnten auch persönliche Informationen von Bürgern und Unternehmen.

„Es ist nicht auszuschließen, dass die mutmaßlichen Täter am morgigen Freitag, dem 4. September 2026, die von ihnen gestohlenen Daten veröffentlichen“, heißt es in einem Schreiben der Berliner Senatskanzlei. Darunter könnten nach jetzigem Kenntnisstand auch personenbezogene Daten von Landesbeschäftigten, Bürgern und Unternehmen sein.

Eine Hackergruppe verlange bis Freitag ein Lösegeld von rund zwei Millionen Euro, sagte Senatssprecherin Christine Richter der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist richtig, dass eine Gruppe mit dem Namen Rhysida sich zu der Tat bekannt hat und behauptet, im Besitz von gestohlenen Daten im Umfang von 5,7 Terabyte zu sein.“ Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte erklärt, das Land lasse sich nicht erpressen.

Versteigerung im Darknet

Seit vergangenem Freitag biete die Gruppe die Daten im Darknet in einer Versteigerung an, sagte Richter. „Das Mindestgebot liegt bei 30 Bitcoins, also rund zwei Millionen Euro. Die Versteigerung läuft bis Freitag.“ Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Daten im Anschluss weiterveräußert oder ganz oder in Teilen veröffentlicht würden.

Nach Angaben der Senatskanzlei liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, dass das Landesnetz noch infiltriert ist. Die forensischen Untersuchungen dauerten aber an. Dabei werde auch geprüft, ob möglicherweise weitere Daten abgeflossen seien.

Nach Kenntnis des Senats handelt es sich um eine hochprofessionelle Gruppierung, die mit Cyberattacken auf Ziele in Nord- und Südeuropa, Deutschland und den USA in Verbindung gebracht werde. „Erkenntnisse über Verbindungen nach Russland oder gar dem russischen Staat liegen nicht vor, können aber auch nicht ausgeschlossen werden“, hieß es.

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Der Cyberangriff war am 14. August bekanntgeworden. Nach bisherigen Erkenntnissen flossen vom 7. bis zum 12. August Daten in großem Umfang ab, darunter auch sensible und personenbezogene Informationen. (mit dpa)

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