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Nachnutzung des Flughafengeländes

Berlin muss sparen: Zieht die Hochschule für Technik doch nicht nach Tegel um?

Der geplante Umzug der Berliner Hochschule für Technik nach Tegel steht aufgrund finanzieller Unsicherheiten infrage, was die Entwicklung der Urban Tech Republic gefährden könnte.

BLZ
2 Min
Blick aus dem Tower des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel. Auf dem 500 Hektar großen Areal soll unter anderem die Urban Tech Republic enstehen.

Blick aus dem Tower des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel. Auf dem 500 Hektar großen Areal soll unter anderem die Urban Tech Republic enstehen.

© Soeren Stache/dpa

2000 Studenten der Berliner Hochschule für Technik (BHT) sollen vom Wedding in das ehemalige Zentralgebäude des Flughafens Tegel umziehen. Seit mehr als zehn Jahren ist das geplant, 2028 soll es losgehen. Doch nun steht der Umzug offenbar infrage. Denn Berlin muss drei Milliarden Euro einsparen.

Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) ließ vor einem Monat offen, ob der Teil-Umzug der BHT aus Kostengründen stattfinden werde. Reinickendorfs Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) hatte sich bereits im Oktober besorgt über mögliche Pläne des Berliner Senats geäußert. Dieser wolle den Umzug der BHT offenbar stoppen, befürchtete sie. Dafür gebe es „sich verdichtende Anzeichen“. Auf Anfrage der Berliner Zeitung teilte die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege damals mit, weiterhin an der Unterstützung für den neuen Standort festzuhalten. Eine klare Zusage vermied die Senatsverwaltung allerdings.

Hans Gerber der bei der BHT für den Umzug verantwortlich ist, zeigte sich gegenüber der Reinickendorfer Allgemeinen Zeitung (RAZ)„erschüttert“ über die fehlende finanzielle Planungssicherheit. Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) warnte, dass das Projekt ohne die Hochschule gefährdet sei. „Die Urban Tech Republic wird ohne ihren Anker nicht funktionieren“, äußerte sie.

Das Projekt Urban Tech Republic umfasst neben der Hochschulansiedlung auch die Entwicklung neuer Wohnungen und eines Landschaftsparks. Die Umbauarbeiten am Terminal A haben bereits begonnen, jedoch stellen die Auflagen des Denkmalschutzes ein finanzielles Hindernis dar. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) machte den Denkmalschutz für die hohen Kosten verantwortlich und sprach von einem möglichen Einsparpotenzial von 300 Millionen Euro, wenn diese gelockert würden.

Gerber betonte gegenüber der Zeitung, dass es keinen Plan B gebe und die Hochschule auf die Erweiterungsflächen angewiesen sei. Ein zweistelliger Millionenbetrag sei bereits in die Planung geflossen. 

Quellen: Reinickendorfer Allgemeine Zeitung (RAZ), eigene Berichterstattung in der Berliner Zeitung

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