Berlin "ohne Not" getäuscht

Böger kritisiert Fifa-Chef Blatter

Jan Thomsen
1 Min

Sportsenator Klaus Böger (SPD) hat die Äußerungen von Fifa-Chef Joseph Blatter zur abgesagten WM-Gala im Berliner Olympiastadion scharf kritisiert. Der Chef des Fußball-Weltverbands hatte am Wochenende in einem Interview gesagt, das Aus für die Gala unter der künstlerischen Leitung von André Heller sei schon im November klar gewesen. Ende November begann allerdings der Vorverkauf, die offizielle Absage überraschte alle Beteiligten erst am 12. Januar. Wenn das stimme, dann seien das Land Berlin, viele Künstler und Tausende von Freiwilligen "ohne Not hingehalten und getäuscht worden", sagte Böger. So gehe man nicht mit Freunden um.Auch Blatters Forderung, der Graben zwischen Spielfeld und Tribünen im Olympiastadion müsse komplett abgedeckt werden, wies Böger zurück. Die Fifa sehe in ihren eigenen Sicherheitsrichtlinien einen Graben oder Zäune als Hindernis vor, um das Stürmen des Feldes zu verhindern. Das Berliner Stadion sei von der Fifa abgenommen. "Für uns gelten Verträge und nicht lockere Interviews", sagte Böger. (jan.)

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