Rund zwei Jahre nach einem gewaltsamen Vorfall am U-Bahnhof Hallesches Tor in Berlin-Kreuzberg hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Der entscheidende Hinweis kam aus dem Publikum einer Fernsehsendung des RBB.
Der Mann, der im Mai 2024 einen Jugendlichen ins Gleisbett der U-Bahn geschleudert haben soll, ist identifiziert. Wie die Berliner Polizei am Dienstag mitteilte, konnte der bislang unbekannte Tatverdächtige nach einem Bürgerhinweis im Anschluss an eine Ausstrahlung der Sendung „Täter-Opfer-Polizei“ vom 22. März 2026 namhaft gemacht werden. In dem Magazinformat werden aktuelle Fahndungsfälle aus Belrin und Brandenburg vorgestellt. Bei dem mutmaßlichen Täter handele es sich um einen heute 40-Jährigen.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei der Polizeidirektion fünf (City) dauerten an, hieß es in der Mitteilung weiter. Die zuvor laufende Öffentlichkeitsfahndung mit zwei Fotos des Verdächtigen ist damit beendet.
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Vorfall am Halleschen Tor: Jugendlicher landete im Gleisbett
Nach Angaben der Polizei war es am 18. Mai 2024 gegen 0.20 Uhr am U-Bahnhof Hallesches Tor in Kreuzberg zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem Gesuchten und einem Jugendlichen gekommen. Der Mann soll den Jugendlichen zunächst an der Jacke gegriffen und gegen eine Sitzbank gestoßen haben.
Anschließend soll er den Jugendlichen ins Gleisbett der U-Bahn geschleudert und den Inhalt einer braunen Flasche, vermutlich Bier, über ihn geschüttet haben. Die Kriminalpolizei hatte im Februar 2025 eine Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet, die zunächst ohne Erfolg blieb. Erst die Ausstrahlung in der RBB-Sendung führte zum Ermittlungserfolg.
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