Abgeordnetenhaus

Kurz vor der Berlin-Wahl: Linke liegt in Umfragen vorn, Kopf-an-Kopf-Rennen bei drei Parteien

Die Wahl in Berlin steht kurz bevor. Die Linke führt laut Umfrage knapp vor der CDU. Die aktuellen Werte im Überblick.

3 Min
Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken für die Berliner Wahl, liegt mit ihrer Partei in einer Umfrage vorn.

Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken für die Berliner Wahl, liegt mit ihrer Partei in einer Umfrage vorn.

© Jens Schicke/imago

Kurz vor der Wahl in Berlin bleibt das Rennen um das Rote Rathaus offen. Laut dem neuen ZDF-Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen liegt die Linke mit 22 Prozent knapp vor der CDU mit 20 Prozent.

23 Prozent der Befragten wussten allerdings kurz vor dem Wahltag noch nicht, wo sie ihr Kreuz setzen. Die aktuellen Werte im Überblick.

Wahl in Berlin: Linke laut Umfrage knapp vor CDU

Das enge Rennen zwischen Linke und CDU zieht sich durch alle jüngsten Umfragen. Auch das neue ZDF-Politbarometer bestätigt dieses Bild. Die Linke liegt mit 22 Prozent auf Platz eins. Dicht dahinter folgt die CDU mit 20 Prozent.

Hinter den beiden Spitzenreitern folgt die AfD mit 18 Prozent. Die Grünen kommen auf 15 Prozent, die SPD auf 12 Prozent.

Das BSW liegt bei 4 Prozent und könnte den Einzug ins Abgeordnetenhaus knapp verpassen – oder die Fünf-Prozent-Hürde doch noch nehmen. Die Forschungsgruppe Wahlen befragte für das Politbarometer zwischen dem 14. und 17. September 1611 Wahlberechtigte.

Wer soll Regierende Bürgermeisterin oder Regierender Bürgermeister werden?

Bei der Frage nach dem Wunsch-Stadtoberhaupt liegt Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp knapp vorn: 25 Prozent sprachen sich für sie aus, 24 Prozent für CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers. Grünen-Kandidat Werner Graf kam auf 12 Prozent. Eralp wäre im Erfolgsfall die erste Regierende Bürgermeisterin der Linken – und die erste Migrantin an der Spitze der Stadt.

Evers übernahm die CDU-Spitzenkandidatur erst zehn Wochen vor der Wahl. Der Finanz- und Kultursenator sprang ein, als sich Regierungschef Kai Wegner zurückzog – der nach seiner Krisenkommunikation und seinem Verhalten infolge eines tagelangen Stromausfalls im Januar in die Kritik geraten war.

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Welche Koalition ist nach der Wahl in Berlin möglich?

Rechnerisch reicht es laut den Umfragen der vergangenen Wochen für keine Zweier-Koalition – auch nicht für das seit 2023 regierende Bündnis aus CDU und SPD.

Als realistisch gelten deshalb zwei Dreier-Bündnisse: entweder CDU, Grüne und SPD oder Linke, Grüne und SPD. Grüne und SPD könnten damit zu Königsmachern werden.

Die AfD dürfte trotz 18 Prozent – fast eine Verdopplung gegenüber 2023 – bei der Regierungsbildung außen vor bleiben. Die übrigen Parteien schließen eine Zusammenarbeit mit ihr aus.

Wer bei der Wahl in Berlin abstimmen darf

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Parallel bestimmen die Berliner die Bezirksverordnetenversammlungen, für die eine Drei-Prozent-Hürde statt fünf Prozent gilt.

Bei den Bezirkswahlen dürfen neben Deutschen ab 16 Jahren auch andere EU-Bürgerinnen und -Bürger abstimmen. Zum Vergleich: 2023 gewann die CDU mit 28,2 Prozent, vor SPD und Grünen mit jeweils 18,4 Prozent.

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