In Berliner Bussen und Bahnen sowie an Haltestellen kontrollieren Polizei und Bundespolizei diese Woche verstärkt auf Waffen und Messer. Unterstützt werden sie dabei von Mitarbeitern der BVG.
Ziel der Aktionswoche sei es, die geltenden Regeln zu kontrollieren und gegen Verstöße vorzugehen, wie die Berliner Polizei mitteilte. Zugleich solle für mögliche Gefahren sensibilisiert werden. Zum Auftakt kam Innensenatorin Iris Spranger (SPD) an den Bahnhof Zoo.
Seit Juli 2025 gilt in allen S-Bahnen, U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen sowie auf Bahnsteigen und in Bahnhöfen der Hauptstadt ein Waffen- und Messerverbot. Die Regelung erlaubt es der Polizei, auch ohne konkreten Verdacht zu prüfen, ob Fahrgäste etwa in der U-Bahn eine Waffe mit sich führen.
Tausende Kontrollen seit Einführung des Verbots
Nach Angaben von Spranger wurden seit Inkrafttreten des Verbots 33.288 Kontrollen durchgeführt, dabei seien 326 Messer sichergestellt worden (Stand: 1. Juli 2026). Zusätzlich bestehen seit Februar 2025 drei feste Messer- und Waffenverbotszonen: im Görlitzer Park, am Kottbusser Tor und am Leopoldplatz. In diesen Zonen habe es bislang 8.317 Kontrollen gegeben, bei denen 176 Messer beschlagnahmt worden seien (Stand: 30. Juni), so die Innensenatorin.
Untersagt sind sämtliche Waffen und Messer, auch Schreckschusspistolen und Signalwaffen sowie Pfefferspray, das nicht ausdrücklich zur Abwehr von Tieren bestimmt ist. Ausnahmen gelten für Berufsgruppen wie Polizei und Feuerwehr sowie für Gastronomen, die Messer beruflich nutzen.
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Erst kürzlich hatte ein Vorfall am Bahnhof Zoo für Aufmerksamkeit gesorgt: In der Nacht vom 9. auf den 10. August wurde dort ein 30 Jahre alter Mann erschossen. Die Polizei fahndet nach dem mutmaßlichen Schützen, der nach der Tat flüchtete. (mit dpa)
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