LICHTENBERG. Der Bezirk erweitert die Mitsprachemöglichkeit seiner Bewohner: Bezirkliche Bauvorhaben sollen künftig von sogenannten Baubeiräten begleitet werden, in denen Anwohner ehrenamtlich mitarbeiten können. "Das soll uns die Kommunikation erleichtern", sagt Baustadtrat Andreas Geisel (SPD). Man habe die Erfahrung gemacht, dass Kritik von Anwohnern immer erst nach dem Ende von Bauarbeiten kam - wenn Anregungen oder Wünsche nicht mehr berücksichtigt werden konnten. "Unser Ziel ist deshalb, dass die Wünsche in den Planungsprozess einfließen können", so der Stadtrat. Wichtig sei, dass Interessierte die Bereitschaft zu längerfristiger Zusammenarbeit mitbrächten, "etwa zwei bis drei Jahre". Jeder Beirat soll aus mindestens sieben Mitgliedern bestehen und vorhabenbezogen gegründet werden - direkt im Gebiet.Lichtenberg ist der erste Bezirk mit solchen Beiräten. Die Idee fußt auf den Erfahrungen beim Stadtumbau Ost. Bauvorhaben in Plattenbaugebieten wurden bis Ende 2008 von einem ausgewählten Gremium begleitet. "Die Beiräte haben sich in jedem Fall bewährt", sagt Geisel. Nur das Zuständigkeitsgebiet sei viel zu groß gewesen. In zwei Wochen sollen die ersten Beiräte berufen werden - für die Umgestaltung des Anton-Saefkow-Platzes und für den neuen Stadtplatz am Theater in Karlshorst. Interessierte können sich im Büro des Stadtrates melden, Tel. 90 296 42 01. (cls.)
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