Vier Tage lang gehörte Rostock den Segelschiffen: Die Hanse Sail 2026 hat rund eine halbe Million Besucherinnen und Besucher in die Hansestadt gezogen. Damit bestätigt das maritime Volksfest in seiner 35. Auflage seinen Ruf als Publikumsmagnet an der Ostsee. Wer die Hanse Sail 2026 verpasst hat oder wissen will, wie erfolgreich das Treffen der Traditionssegler diesmal ausfiel, findet hier die wichtigsten Zahlen und Fakten.
Nach Veranstalterangaben handelt es sich um das weltweit größte jährlich stattfindende Zusammentreffen von Traditionssegelschiffen. Vom 6. bis 9. August verwandelten historische Schiffe, Konzerte und maritime Märkte den Stadthafen und Warnemünde in eine große Freiluftbühne.
120 Schiffe aus sieben Nationen im Hafen
Herzstück der Veranstaltung waren auch 2026 die Traditionsschiffe. 120 von ihnen aus sieben Nationen machten in Rostock fest. Das größte war die 70 Meter lange „Gulden Leeuw“ aus den Niederlanden. Die weiteste Anreise hatte die „Pascual Flores“: Der fast 110 Jahre alte spanische Dreimaster legte rund 4000 Kilometer zurück.
Für Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger von der Linken war die Großveranstaltung ein voller Erfolg.
© Katja Frick/Ostdeutsche Allgemeine Zeitung
Bereits vor zwei Jahren war das Schiff zu Gast, musste damals aber wegen eines Motorschadens im Stadthafen repariert werden. Partnerland war in diesem Jahr Polen – bereits zum zweiten Mal nach 2005. Mit dabei waren unter anderem der Dampfeisbrecher „Stettin“ und die „Baltic Beauty“, ein zum Schoner umgebauter ehemaliger Aaltransporter.
Ausgebuchte Hotels und ein gefragtes Angebot
Der Andrang schlug sich auch in der Stadt nieder. Die Auslastung der Hotels lag laut Veranstalter bei über 95 Prozent. Zahlreiche Gäste reisten aus dem In- und Ausland an.
Besonders begehrt waren die Mitsegelangebote. Über 15.000 Mitsegeltickets wurden verkauft, verteilt auf die vier Veranstaltungstage. Wer mag, kann so selbst erleben, wie Wind, Wasser und Mannschaft an Bord zusammenspielen.
Rund 22.000 Menschen besuchten zudem den Marinestützpunkt Hohe Düne und die Fregatte „Brandenburg“. Auch dieses Angebot gehörte zu den festen Anlaufpunkten des Programms.
Programm auf 20 Bühnen
Neben den Schiffen bot die Hanse Sail 2026 ein umfangreiches Rahmenprogramm. Insgesamt 250 Programmpunkte verteilten sich auf 20 Bühnen und sieben Veranstaltungsflächen.
Mehr als 200 Künstlerinnen und Künstler traten auf. Höhepunkt auf dem Wasser war die Regatta der Traditionssegler vor Warnemünde – nach Angaben der Stadt eines der schönsten Segelreviere Deutschlands.
Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger zog eine positive Bilanz. Das Fest bringe Menschen zusammen und mache Rostock „weit über die Ostsee hinaus als weltoffene Gastgeberin erlebbar“, sagte sie zum Abschluss.
Polizei zieht positive Bilanz
Auch die Sicherheitslage blieb entspannt. Rund 200 Polizistinnen und Polizisten waren im Einsatz. Nennenswerte Zwischenfälle gab es nach Angaben der Polizei nicht.
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Ein zweites Thema begleitet die Veranstaltung seit Jahren: der Umweltschutz. Durch Mehrwegbecher, wiederverwendbare Kabelbinder und Entsorgungsstationen für Schiffe habe man das Abfallaufkommen seit 2019 um fast 50 Prozent gesenkt, so die Veranstalter.
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