Tesla will die Entgelte in der Gigafactory Berlin-Brandenburg zum 1. Oktober um durchschnittlich vier bis fünf Prozent anheben. Das teilte das Unternehmen mit. In dem Werk in Grünheide arbeiten nach Firmenangaben derzeit mehr als 12.000 Beschäftigte.
In der Produktion, wo der Großteil der Belegschaft tätig ist, sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fünf Prozent mehr erhalten. Das Einstiegsgehalt in diesem Bereich steige damit auf rund 45.750 Euro im Jahr und liege über dem Tarifgehalt, teilte Tesla mit. Facharbeiterinnen und Facharbeiter bekämen vier Prozent mehr sowie einen leistungsbezogenen Bonus.
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Gewerkschaft sieht Rückstand zur Autoindustrie
Die IG Metall bewertet die Erhöhung grundsätzlich positiv, hält sie jedoch für unzureichend. „Es ist gut, dass es eine Lohnerhöhung gibt. Die haben sich die Kolleginnen und Kollegen bei Tesla mit ihrem Einsatz mehr als verdient“, sagte der IG-Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, Jan Otto, der Deutschen Presse-Agentur.
Allerdings sei die Anhebung nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, so Otto weiter. Tesla liege damit weiterhin unter den Standards der IG Metall in der Autoindustrie. Es gebe kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld, und viele Beschäftigte hingen in ihren Entgeltgruppen fest. Tesla lehnt einen Tarifvertrag ab und hält dessen Einführung nach eigenen Angaben nicht für sinnvoll und notwendig. Das Verhältnis zwischen Unternehmen und Gewerkschaft gilt als angespannt.
Jährliche Erhöhungen seit Produktionsstart
Seit dem Produktionsbeginn im März 2022 seien die Entgelte in jedem Jahr angehoben worden, teilte Tesla mit. Zuletzt hatte der Konzern zum 1. Dezember 2025 die Gehälter um vier Prozent erhöht.
Nach einer Nachfrageschwäche ziehen die Verkäufe von Tesla-Fahrzeugen wieder an. Für den Ausbau der Produktion und der Batteriezellfertigung sollen in Grünheide 3500 neue Arbeitsplätze entstehen, ein Teil der Beschäftigten wurde nach Unternehmensangaben bereits eingestellt. Die deutschen Autobauer stecken dagegen in einer schwierigen Lage: Bei Mercedes-Benz, BMW und im VW-Konzern laufen Programme zum Abbau von Zehntausenden Stellen.
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