Nach der versuchten Tötung einer Rechtsanwältin in Marzahn-Hellersdorf liegt das Tatmotiv noch im Dunkeln. Die mutmaßliche Täterin, eine 51-jährige Frau, wurde am Mittwoch einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Er erließ nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft Haftbefehl.
Am Dienstagvormittag waren Polizei und Feuerwehr zum Teterower Ring alarmiert worden. In einer Rechtsanwaltskanzlei war es zu einer Auseinandersetzung zwischen der 51-Jährigen und der 46-jährigen Rechtsanwältin gekommen. Die Anwältin erlitt dabei lebensbedrohliche Verletzungen. Polizisten nahmen die mutmaßliche Täterin auf einem Gehweg in der Nähe der Kanzlei fest. Eine Mordkommission des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen. Das Tatmotiv sei „Gegenstand der laufenden Ermittlungen“, sagte Alan Bauer, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Weitere Auskünfte gab er nicht.
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Die 51-Jährige soll nach Angaben aus Polizeikreisen eine Mandantin der angegriffenen Anwältin gewesen sein. Diese soll zudem als deren gesetzlich bestellte Betreuerin tätig gewesen sein. Ein solcher rechtlicher (oder gesetzlicher) Betreuer unterstützt erwachsene Menschen, die ihre Angelegenheiten aufgrund einer psychischen, körperlichen oder geistigen Erkrankung beziehungsweise Behinderung ganz oder teilweise nicht mehr selbst regeln können. Er organisiert, regelt und vertritt sie in den vom Betreuungsgericht genau festgelegten Aufgabenbereichen.
Zum Gesundheitszustand der lebensbedrohlich verletzten Anwältin ist nach Auskunft der Staatsanwaltschaft bislang stabil. Mit einem Ableben sei nicht zu rechnen.
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