Über Deutschland liegt an diesem Donnerstag maritime Polarluft, und die kommt zunehmend unter Hochdruck. Der Deutsche Wetterdienst rechnet deshalb mit einer deutlichen Beruhigung, gewarnt wird nur noch für einige Küstenabschnitte bis zum Vormittag. In der Nacht zum Freitag sinken die Tiefstwerte gebietsweise auf 3 Grad.
Der Tag beginnt in den Flusstälern. Im Süden, im Westen und in Teilen der Mitte liegt am frühen Morgen örtlich flacher Nebel, in dem die Sichtweite unter 150 Meter sinken kann. Über der Nordsee zieht zur selben Zeit der letzte Wind des Umschwungs ab.
60 km/h an der Küste: Die letzten Warnwerte
Die Windwarnung gilt heute nur noch für einen Streifen. An einigen Küstenabschnitten sind bis zum Vormittag einzelne steife Böen bis 60 km/h aus West bis Nordwest möglich. Zuletzt lässt der Wind auch an der vorpommerschen Küste nach.
Damit endet die Lage, die am Dienstagabend im Südwesten begonnen hat. Für die kommenden drei Tage führt die Wochenvorhersage keine markanten Wetterentwicklungen mehr auf.
Zwei Ausnahmen bleiben. Den Nordwesten streifen zeitweise Ausläufer von Tiefs, und der äußerste Süden liegt im Einfluss eines Tiefs über Italien. Beides reicht heute aber nicht für Warnungen.
Nach dem Vormittag steht in den amtlichen Warnungen voraussichtlich nichts mehr zum Wind. Den Nebel führt der Bericht dagegen ausdrücklich, mit Sichtweiten unter 150 Metern. Im Süden und im Westen lohnt vor der Abfahrt deshalb ein Blick darauf.
Freitag und Samstag: 17 bis 27 Grad und viel Sonne
Heute wechseln sich Sonne und Wolken ab. Im Norden, im Osten und an den Alpen fallen noch vereinzelte Schauer, die Höchstwerte liegen bei 17 bis 22 Grad, der Wind weht schwach bis mäßig aus West bis Nordwest.
Der Freitag bringt im Westen und Nordwesten Wolken und gebietsweise etwas Regen, auch am östlichen Alpenrand fallen ein paar Tropfen. Sonst überwiegt der Sonnenschein bei 17 bis 23 Grad, am längsten scheint die Sonne im Südwesten.
In der Nacht zum Samstag fällt an der Nordsee und Richtung Berchtesgaden vereinzelt etwas Regen, sonst bleibt es locker bewölkt und trocken bei 12 bis 7 Grad.
Am Samstag setzt sich der Hochdruck durch. Im Süden wird es heiter bis sonnig und trocken, im Nordwesten hält sich anfangs teils dichter Hochnebel. Die Vorhersage nennt knapp 20 Grad an der See und bis zu 27 Grad am Oberrhein.
3 Grad an der Frankenhöhe: Wo es heute Nacht am kältesten wird
Für die Nacht zum Freitag nennt die Vorhersage bundesweit Tiefstwerte von 11 bis 3 Grad. An der See bleibt es milder, im Süden und in Teilen der östlichen Mitte ist örtlich Frost in Bodennähe möglich.
Die regionalen Ausgaben werden konkreter. Für Baden-Württemberg stehen 8 Grad in der Rheinebene und bis zu 3 Grad an der Frankenhöhe, dort gilt stellenweise Frost in Bodennähe als sehr wahrscheinlich. In Südbayern sinken die Frühwerte auf 9 bis 5 Grad, im nördlichen Schwaben auf 3 Grad. In Senken und Mulden ist dort der erste Frost in Bodennähe dieser Saison nicht ausgeschlossen.
Am Dienstag standen im Südosten noch bis zu 33 Grad auf der Karte, wie im Wetterartikel von Mittwoch beschrieben. Zwischen diesem Wert und dem Frost liegen drei Tage.
Warum bei 3 Grad schon Frost möglich ist
Die offizielle Tiefsttemperatur wird in zwei Metern Höhe gemessen. Direkt über dem Boden kann es deutlich kälter sein, weil der Boden in klaren Nächten stärker auskühlt als die Luft darüber.
Genau diese Bedingungen liegen jetzt vor. Die Luft ist polaren Ursprungs, der Hochdruck sorgt für gering bewölkte bis klare Nächte, und in den Flusstälern kommt die kalte Luft zur Ruhe. Deshalb steht in den Vorhersagen Frost, obwohl die genannten Werte über null liegen.
Gemessen wird in zwei Metern Höhe. Kalt wird es am Boden.
Wie warm wird es noch? Am Montag bis 26 Grad
Die Nacht zum Sonntag bleibt mit 11 bis 6 Grad kühl, an der See sind es rund 14 Grad. Am Sonntag selbst ziehen im Norden und Nordwesten dichtere Wolken auf, örtlich fällt etwas Regen. Sonst bleibt es freundlich bei 20 bis 25 Grad.
Der Montag legt noch einmal zu. Die Zehn-Tage-Vorhersage reicht dann bis 26 Grad, an der See bleibt es bei rund 20. Bis zum 17. September bleibt es im Trend beim Hochdruck. Damit fällt die zweite Septemberwoche genau andersherum aus als die erste: ohne Warnlage, mit ruhigen Nächten.
Merkels Brandmauer-Amnesie: Erst mitmauern, dann die Verantwortung abschieben
Wadephul nach Wahldebakel in Sachsen-Anhalt: Ukraine soll mehr deutsche Waffen kaufen
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]