Fußball

Bogdanov trifft in Nachspielzeit: Cottbus belohnt sich für furiose Aufholjagd

Ein Spiel für die Geschichtsbücher: Energie Cottbus gerät in Wolfsburg hoch in Rückstand, schlägt aber mit enormer Leidenschaft und späten Toren zurück.

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Dmytro Bohdanov jubelt über seinen späten Ausgleichstreffer für Energie Cottbus im Spiel beim VfL Wolfsburg.

Dmytro Bohdanov jubelt über seinen späten Ausgleichstreffer für Energie Cottbus im Spiel beim VfL Wolfsburg.

© Ayman Alahmed/Imago

Energie Cottbus hat beim VfL Wolfsburg einen spektakulären Punktgewinn gefeiert. Nach einem 0:3-Rückstand kämpfte sich die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz zurück, lag kurz vor Schluss erneut hinten und kam in der Nachspielzeit zum 4:4.

Unglücklicher Start für Energie Cottbus

Wollitz hatte seine Startelf nach der 3:4-Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth auf drei Positionen verändert. Henry Rorig, Tolcay Cigerci und Justin Butler rückten für Christian Kinsombi, Jannis Boziaris und Moritz Hannemann in die Anfangsformation. Doch die Partie begann für die Cottbuser denkbar ungünstig.

Bereits in der zweiten Minute kam Torhüter Marcel Lotka gegen Robert Glatzel zu spät. Der Wolfsburger Stürmer war einen Moment früher am Ball und wurde von Lotka mit der Faust am Kopf getroffen – der Foulelfmeter benötigte keine lange Überprüfung durch den VAR. Robert Glatzel verwandelte den fälligen Strafstoß zur frühen Wolfsburger Führung selbst.

Cottbus hatte danach Glück, dass der Rückstand zunächst nicht größer wurde. In der 20. Minute fand Fabian Reese den im rechten Halbraum einrückenden Alexander Bernhardsson. Der Neuzugang aus Kiel zog nach innen und schoss flach aufs lange Eck, traf aber nur den Pfosten.

Fünf Minuten später schlug Wolfsburg dann aber doch zu. Ein Cottbuser Angriff wurde abgefangen, anschließend ging es schnell nach vorn. Fabian Reese legte im richtigen Moment quer auf Vinicius Souza, der zum 2:0 traf.

Auch beim dritten Gegentor half Energie kräftig mit. Rund zehn Minuten vor der Pause konnte Fousseny Doumbia einen Pass von Lotka nicht kontrollieren. Bernhardsson eroberte den Ball im Strafraum und legte quer auf Glatzel, der den Ball über Lotka hinweg zum 3:0 ins Tor lupfte.

Zweimal hatte sich Cottbus mit leichtfertigen Fehlern selbst in Schwierigkeiten gebracht und Wolfsburg nutzte diese Unachtsamkeiten im Stil einer Spitzenmannschaft konsequent aus. Doch auch beim Stand von 0:3 gab Energie die Partie nicht auf und wurde noch vor der Pause belohnt.

Nach einem Einwurf von der linken Seite hob Michelbrink den Ball in den Lauf von Cigerci. Der Mittelfeldspieler traf aus spitzem Winkel nur den Pfosten, doch der Abpraller landete bei Luca Erlein. Der 19-Jährige jagte den Ball aus halbrechter Position unter die Latte und verkürzte auf 1:3.

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Wollitz reagierte zur zweiten Halbzeit offensiv. Butler, Copado und Doumbia blieben in der Kabine, dafür kamen Hannemann, Kinsombi und Dmytro Bogdanov ins Spiel. Die Wechsel zeigten schnell Wirkung.

In der 49. Minute war Cottbus wieder dran. Nach einer Ecke, die Kinsombi rausgeholt hatte, kam King Manu an den Ball, legte auf Michelbrink zurück und bekam die Kugel anschließend wieder. Manu ließ im Strafraum einen Gegenspieler aussteigen und traf ins kurze Eck zum 2:3.

Und Energie kam tatsächlich noch zum Ausgleich. In der 67. Minute bekam Cottbus einen Foulelfmeter zugesprochen. Cigerci übernahm die Verantwortung und verwandelte zum 3:3. Ausgerechnet der Mittelfeldspieler, der beim Wolfsburger 0:3 noch am Ballverlust beteiligt gewesen war, brachte seine Mannschaft damit zurück ins Spiel.

Bogdanov lässt Energie Cottbu spät jubeln

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Wolfsburg ging in der 78. Minute durch Mattias Svanberg erneut in Führung. Doch damit war die Partie noch immer nicht entschieden.

In der Nachspielzeit schlug Cottbus noch einmal zurück. Kinsombi bediente Bogdanov, der zum 4:4 traf und Energie nach einem zwischenzeitlichen 0:3 doch noch einen Punkt bescherte.

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