Luftverkehr

Vier Bombendrohungen gegen Passagierflüge: Sicherheitsalarm an Europas Flughäfen

Maschinen aus London, Kopenhagen, Manchester und Israel sind betroffen. In Polen musste ein Flughafen vorübergehend den Betrieb einstellen.

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Eine LOT-Maschine landet am Flughafen Warschau-Chopin. Ein Flug der Airline aus London wurde nach einer Bombendrohung nach Warschau-Modlin umgeleitet.

Eine LOT-Maschine landet am Flughafen Warschau-Chopin. Ein Flug der Airline aus London wurde nach einer Bombendrohung nach Warschau-Modlin umgeleitet.

© Marek Antoni Iwanczuk/imago

Bombendrohungen gegen vier Passagierflugzeuge haben am Dienstag Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen in Polen, Spanien und Bulgarien ausgelöst. Betroffen waren zwei Maschinen mit Ziel Warschau, ein Flug nach Murcia sowie ein aus Israel kommendes Flugzeug in Sofia. Ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen wurde zunächst nicht bekannt.

Am Flughafen Warschau-Modlin wurde der Betrieb nach der außerplanmäßigen Landung einer LOT-Maschine aus London vorübergehend eingestellt. Ein weiterer Alarm betraf einen SAS-Flug aus Kopenhagen, der auf dem Flughafen Warschau-Chopin landete. Dieser blieb laut Reuters in Betrieb. Die Drohung gegen die SAS-Maschine bestätigte sich nach Angaben polnischer Behörden nicht.

Flug aus London nach Modlin umgeleitet

Die Boeing 737 MAX aus London-Heathrow sollte ursprünglich auf dem Chopin-Flughafen landen. Wegen des Bombenalarms wurde sie nach Modlin umgeleitet. Nach einer Mitteilung des Flughafens wurde der Alarm um 9.54 Uhr ausgelöst. An Bord befanden sich 181 Menschen, wie polnische Medien berichteten.

Die Passagiere wurden aus der Maschine gebracht und warteten anschließend im Ankunftsbereich. Einsatzkräfte untersuchten das Flugzeug. Gegen Mittag nahm der Flughafen den Flugbetrieb wieder auf. Auch die SAS-Maschine aus Kopenhagen landete sicher, die Reisenden konnten aussteigen.

Sprengstoffexperten untersuchen Ryanair-Maschine

Im spanischen Murcia löste eine Drohung gegen einen Ryanair-Flug aus Manchester einen weiteren Einsatz aus. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Aena landete das Flugzeug innerhalb des vorgesehenen Zeitplans. Anschließend wurde das Sicherheitsprotokoll aktiviert, wie die spanische Nachrichtenagentur Europa Press berichtete.

Die 114 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder verließen die Maschine und durchliefen Sicherheitskontrollen der Nationalpolizei. Sprengstoffexperten der Guardia Civil aus Alicante wurden zur Untersuchung des Flugzeugs hinzugezogen. Auch Feuerwehr und Rettungsdienste waren im Einsatz. Am Flughafen wurde ein Krisenstab eingerichtet, berichtete Radio Murcia unter Berufung auf die regionale Regierungsvertretung.

Drohung in Bulgarien per E-Mail

Auch ein aus Israel kommendes Flugzeug landete nach einer Drohung in Sofia. Diese ging nach vorläufigen Informationen per E-Mail ein. Der Generalsekretär des bulgarischen Innenministeriums, Ljubomir Nikolow, bestätigte den Vorfall dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wie die Nachrichtenagentur BGNES berichtete.

Bereits am Montag war ein Wizz-Air-Flug von London-Luton nach Sofia wegen einer Bombendrohung nach Budapest umgeleitet worden. Die Fluggesellschaft bestätigte den Vorfall laut Euronews.

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