Die Sonderausstellung „Boomtown. Jüdische Unternehmen in der Posamentenindustrie in Annaberg und Buchholz“ wird am Freitag, 30. Oktober, um 14 Uhr eröffnet. Die Eröffnung findet im Gemeindesaal der Ev.-luth. Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz im Haus der Kirche, Kleine Kirchgasse 23, statt, wie die Große Kreisstadt Annaberg-Buchholz mitteilte. Anschließend können die Gäste der Eröffnung die Schau der Städtischen Museen im Erzgebirgsmuseum besichtigen; für Besucher ist sie nach Angaben des Museums ab Samstag, 31. Oktober, zu sehen. Zur Eröffnung reisen erstmals Nachfahren damaliger Unternehmerfamilien aus den USA, Großbritannien und Ecuador an.
Die Ausstellung widmet sich einem Kapitel der Stadt- und Wirtschaftsgeschichte: Annaberg und Buchholz gehörten einst zu den wichtigen Herstellungs- und Umschlagszentren für Posamenten, also Borten, Quasten, Schnüre und Schmuckelemente für Mode und Ausstattung. Jüdische Unternehmer prägten diese Epoche maßgeblich. Ihre Geschichte steht nun erstmals im Mittelpunkt einer Sonderausstellung.
Sehmatalstraße in Annaberg-Buchholz: Ab Montag ist die Strecke an zwei Brücken dicht
„Mein Freund Bunbury“ in Annaberg-Buchholz wieder im Spielplan
Nach Angaben der Städtischen Museen Annaberg-Buchholz reichten die Handelsbeziehungen der Betriebe nach Berlin, Paris, London und in die USA; zu den bekannten Unternehmern zählten Moritz Türk, die Gebrüder Tietz, Siegbert Levy und Arnold Frank. Die Schau ist ein Projekt im Rahmen von „Tacheles“, dem Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026, gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Projektinitiatorin und -partnerin ist Margit Kreißl. Bei der Eröffnung sind neben Oberbürgermeister Rolf Schmidt und Staatsministerin Barbara Klepsch auch Museumsleiterin Serena Zanaboni und Museumspädagoge Bastian Guthke dabei.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]