Botschaft dementiert Meldungen über Einigung

TreuenbrietzenerObelisk bleibt Streitobjekt

BLZ
2 Min

Entgegen anderslautender Meldungen der Stadt Treuenbrietzen ist die russische Botschaft mit einem Abriß des Obelisken auf dem Ehrenfriedhof nicht einverstanden. "Natürlich sind wir dagegen", sagte am Montag der Presseattaché der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin, Jewgeni Grasnow, der "Berliner Zeitung". "Wir haben uns nur über die sonstige Umgestaltung geeinigt." In einer Mitteilung des Bürgermeisters Karsten Cornelius (SPD) hatte es am Montag geheißen, man habe sich in einem einstündigen Gespräch mit Vertretern der Botschaft und der Stadt über die Neugestaltung des sowjetischen Ehrenfriedhofs geeinigt. Auch sei besprochen worden, daß von dem Obelisken nur die schwarze Steinplatte erhalten bleiben werde. Auf Wunsch der Botschaftsvertreter habe Cornelius aber zugesichert, die Stadt werde mit dem Abriß warten, bis auch Moskau hinsichtlich der Neugestaltung eine endgültige Entscheidung getroffen habe. Der Entwurf zur Neugestaltung sieht zwei einander gegenüberstehende Gedenksteine vor, die zu beiden Seiten des Weges durch den Ehrenhain stehen. Die Sichtachse zum Heldendenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs und die Siegessäule wäre damit wieder frei.Die Stadtverordneten von Treuenbrietzen hatten bereits Anfang 1997 den Abriß des Obelisken beschlossen. Die Begründung: Er sei baufällig und die Sanierung zu teuer. Gegenstimmen kamen nur von der PDS. Der Beschluß war nach den Protesten der Russischen Botschaft auf Eis gelegt worden. (suz.)

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