Die Schweiz verzichtet auf die Rückerstattung von Behandlungskosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Schweizer Franken (rund 1,6 Millionen Euro), wie Reuters berichtet. Bei dem Feuer in der Silvesternacht waren in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana 41 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 115 wurden verletzt. Zwölf italienische Verletzte wurden Reuters zufolge zunächst in der Schweiz behandelt und später in Krankenhäuser nach Italien verlegt. Eine in der Schweiz versicherte Person wurde in Italien behandelt.
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Übernahme der Behandlungskosten
Im April hatte Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni schockiert reagiert, nachdem Angehörige italienischer Opfer hohe Rechnungen eines Schweizer Krankenhauses erhalten hatten, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Die Leiterin des Schweizer Bundesamts für Sozialversicherungen erklärte dem Bericht zufolge, dass die Rechnungen an die Familien ein Fehler gewesen seien. Man wolle jedoch versuchen, die Kosten über das italienische Gesundheitssystem erstatten zu lassen.
Nach einer Vereinbarung zwischen der Schweiz und der EU übernehmen Staaten laut Reuters normalerweise die Kosten für ihre eigenen versicherten Bürger, wenn diese im Ausland behandelt werden. Der damalige italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, hatte laut Ansa erklärt, Italien werde alle eingehenden Rechnungen zurückschicken.
Meloni zufrieden
Laut der Schweizer Zeitung Blick hatten Italien und weitere Nachbarländer der Schweiz im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens schnell und kostenlos Hilfe bereitgestellt. Etwa hätten sie die Versorgung von Verletzten und ihren Transport in Krankenhäuser im Ausland unterstützt.
Die Schweizer Regierung teilte laut Reuters nun mit, sie sei sich „des unermesslichen Leids bewusst, das auf den Familien der Opfer und auf allen Betroffenen lastet“. Die Entscheidung, auf die Erstattung der Behandlungskosten zu verzichten, stehe „im Einklang mit dem Prinzip der Gegenseitigkeit“ und sei ein Zeichen der Anerkennung der Solidarität, die der Schweiz entgegengebracht worden sei.
Meloni erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur, sie sei mit der Lösung zufrieden. „Weder die Familien noch Italien werden dadurch belastet“, erklärte sie. Ihre Gedanken seien bei „den Familien der Opfer und den verletzten jungen Menschen“.
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