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Aktuelle Corona-Lage

Brandenburg: Gastronomen wegen Testpflicht weiter in Sorge

Auch in Brandenburg öffnen Kneipen und Restaurants wieder komplett. Doch für Außenbereiche gibt es unter Umständen eine Testpflicht. Die verschreckt die Gäste.

Christian Gehrke Team News chg/dpa
3 Min
Wirt Mario Kade räumt auf der Terrasse seines „Restaurants am Pfingstberg“ einen Tisch ab. Die anhaltende Corona-Testpflicht stellt viele seiner Kollegen vor die Frage: Mache ich jetzt auf oder nicht? Denn noch immer kommen wenig Gäste.

Wirt Mario Kade räumt auf der Terrasse seines „Restaurants am Pfingstberg“ einen Tisch ab. Die anhaltende Corona-Testpflicht stellt viele seiner Kollegen vor die Frage: Mache ich jetzt auf oder nicht? Denn noch immer kommen wenig Gäste.

© dpa/Christophe Gateau

Nach den neuen Bestimmungen müssen Gäste auch in der Außengastronomie einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn auch in den Innenräumen der Gaststätte mit Testpflicht bewirtet wird. Nur wenn es keine Innengastronomie gibt, entfällt die Testpflicht für die Gäste auf der Terrasse. Die Erfahrungen seit Pfingsten hätten gezeigt, dass eine Testpflicht in der Außengastronomie die Gäste abschrecke, meinte Lücke. „Daher geraten die Gastronomen nun in diese Klemme.“

Private Feiern mit bis zu 30 Personen in Innenräumen erlaubt 

Er verwies darauf, dass nach den neuen Regeln private Feiern mit bis zu 70 Personen im Freien und 30 Gästen in Innenräumen zulässig sind. „Da werden die Geburtstagsfeiern sicher nicht mehr in der Gaststätte, sondern im privaten Bereich laufen“, sagte Lücke. „So treibt man die Gäste aus der Gastronomie.“

Das Besondere: Für Berlin entfällt die Testplicht für den Außenbereich ab Freitag.

Der Dehoga-Geschäftsführer wies darauf hin, dass bei der Bund-Länder-Konferenz Anfang Mai verabredet worden sei, ab einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 auf Testpflichten zu verzichten. „Die meisten Bundesländer halten sich daran“, sagte Lücke. „Nur Brandenburg will wieder einen Sonderweg gehen.“

Der Handelsverband Berlin-Brandenburg ist dagegen verhalten optimistisch, was die Aussichten angeht, wenn Einkaufen wieder ohne Terminvereinbarung möglich ist: „Wir erwarten uns schon eine Verbesserung der Lage, aber wir rechnen nicht damit – wovor die Politik immer Angst hatte –, dass jetzt gleich wieder Tausende in die Innenstädte rennen“, sagte Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen der Deutschen Presse-Agentur. „Es wird besser, aber es wird maßvoll besser.“

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Erleichterungen beim Einkaufen

Das Verbraucherverhalten habe sich während der Pandemie nachhaltig verändert. „Wir sind von Beruf Optimisten, aber wir geben uns nicht der Illusion hin, dass jetzt schlagartig einer den Hebel umlegt“, so der Verbandsgeschäftsführer. „Zur Normalität werden wir erst kommen, wenn wir gut durchgeimpft sind und gelernt haben, mit dem Virus zu leben.“

Die Entscheidung vom Dienstag sei jedenfalls richtig: „Es ist ein großer Schritt nach vorn, den die brandenburgische Landesregierung da mutig gegangen ist“, sagte Busch-Petersen. „Dass die Terminpflicht gestrichen wird, wird von den Kaufleuten sehr positiv bewertet. Mindestens genauso wichtig ist, dass in der nächsten Woche schon die Quadratmeterbeschränkungen wegfallen.“ Das sei gerade für größere Handelsgeschäfte extrem wichtig.

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