Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann (CDU) hat die Ablehnung einer Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele durch die Berliner Wahlsiegerin Linke zurückgewiesen. Das Land unterstütze weiter uneingeschränkt die gemeinsame Bewerbung mit Berlin, sagte Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur.
„Frau Eralp hat der Sportfamilie in Berlin und Brandenburg mit ihren Äußerungen einen Bärendienst erwiesen“, sagte Hoffmann mit Blick auf die Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp. Umfragen hätten gezeigt, dass eine Mehrheit der Menschen in Berlin und Brandenburg für Olympia in der Region sei. Er empfehle Eralp „etwas mehr Demut vor dem Amt“. Noch sei sie nicht Regierende Bürgermeisterin von Berlin, und das Thema Olympia werde weit über die Amtszeiten aktueller Regierungen hinausgehen.
SPD-Fraktionschef zeigt sich erstaunt
Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende im Brandenburger Landtag, Björn Lüttmann, äußerte sich irritiert über Eralps Position. „Ich habe das auch mit Erstaunen zur Kenntnis genommen“, sagte er. Der Landtag habe sich klar hinter die Bewerbung gestellt und sehe darin eine Chance für die Region. Er hoffe, „dass Berlin diese Chance bekommt“.
Die Linke hatte die Abgeordnetenhauswahl in Berlin am Sonntag gewonnen. Eralp bekräftigte nach der Wahl ihren ablehnenden Standpunkt: „Ich denke, dass sich die Entscheidung erledigt hat, weil, wir haben jetzt die Wahl auch mit diesen Aussagen zu Olympia gewonnen.“ Auch die Grünen als möglicher künftiger Koalitionspartner lehnen die Bewerbung ab.
Mehrere Wettkämpfe in Brandenburg geplant
Am Samstag entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund über den deutschen Bewerber. Berlin bewirbt sich mit Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern neben München und der Rhein-Ruhr-Region um den Zuschlag für die Spiele 2036, 2040 oder 2044. In Brandenburg sollen unter anderem Kanu-Rennsport und Rudern in Brandenburg an der Havel, Fußballspiele in Cottbus, Golf in Bad Saarow sowie Flintenschießen in Hoppegarten stattfinden. (mit dpa)
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