Pandemie

Brandenburg: Inzidenzwert bald nicht mehr einziger Faktor für Corona-Lage

Bei der Bewertung der Corona-Pandemie will Brandenburg in Zukunft auch die Impfquote und verfügbaren Intensivbetten berücksichtigen.

Team News Alexander Schmalz dpa/lex
2 Min
Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) spricht sich für mehr Faktoren bei Bewertung der Corona-Lage aus. 

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) spricht sich für mehr Faktoren bei Bewertung der Corona-Lage aus. 

© dpa/Bernd Settnik

Sie sei davon überzeugt, dass der Wert neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche - die Sieben-Tage-Inzidenz - weiter nötig ist, betonte Nonnemacher. „Wir müssen ihn allerdings mit anderen Faktoren unterfüttern wie der Impfquote, der Zahl der positiven Tests oder der verfügbaren Intensivbetten.“ Auch die Entwicklung gefährlicher Mutanten müsse unbedingt in die Bewertung der Corona-Lage miteinfließen. Die Fälle der Delta-Variante hatten in Brandenburg zugenommen.

Bundesregierung beharrt weiter auf Inzidenzwert 

Das Gesundheitsministerium gibt jeden Tag die Zahl neuer Infektionen, den Inzidenzwert, die Sterbefälle, die Zahl der Krankenhauspatienten wegen Covid-19 und der Geimpften an. Nach Einschätzung der Bundesregierung soll bei der Lagebeurteilung trotz zunehmender Impfungen weiter die Sieben-Tage-Inzidenz eine wichtige Rolle spielen.

Für die Corona-Regeln ist in Brandenburg vor allem die Sieben-Tage-Inzidenz maßgeblich. Das Potsdamer Kabinett hatte die Corona-Umgangsverordnung am vergangenen Freitag bis Ende Juli verlängert. Im Freien gilt keine Maskenpflicht mehr und bei einer stabilen Inzidenz unter 20 sind keine negativen Tests notwendig.

Brandenburg: Zahl der Neuinfektionen leicht angestiegen 

Der allmähliche Anstieg von Corona-Ansteckungen setzt sich derweil in Brandenburg fort. Die Zahl neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche kletterte landesweit auf 4,0, nach 3,7 am Vortag, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag berichtete.

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Die Gesundheitsämter meldeten innerhalb eines Tages insgesamt 20 neue Infektionen, allerdings mussten 4 Fälle aufgrund von Datenkorrekturen abgezogen werden. Den landesweit höchsten Inzidenzwert hat weiter der Landkreis Elbe-Elster mit 11,8. Vor einer Woche waren es acht neue Ansteckungen innerhalb eines Tages und die Sieben-Tage-Inzidenz lag landesweit bei 2,4.

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