Regionalwahlen

Brandenburg-Wahlen: CDU verteidigt Uckermark, Stichwahlen in Barnim und Panketal stehen bevor

CDU-Politikerin Karina Dörk gewinnt die Landratswahl in der Uckermark mit 60 Prozent, die AfD landet auf Platz 2. In Barnim und Panketal entscheiden Stichwahlen am 10. Mai.

OAZ
3 Min
 Wahlplakate der AfD (l) und der CDU für die Landratswahl in der Uckermark stehen im Nordosten Brandenburgs an der Straße.

Wahlplakate der AfD (l) und der CDU für die Landratswahl in der Uckermark stehen im Nordosten Brandenburgs an der Straße.

© Monika Wendel/dpa

Die CDU-Politikerin Karina Dörk ist als Landrätin des nordostbrandenburgischen Landkreises Uckermark wiedergewählt worden. Nach dem vorläufigen Endergebnis vom Sonntagabend entfielen 60,0 Prozent der Stimmen auf die Amtsinhaberin, ihr Herausforderer Felix Teichner von der AfD kam auf 40,0 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 55,3 Prozent bei rund 99.892 Wahlberechtigten und lag damit deutlich höher als bei der vorangegangenen Landratswahl 2018, als lediglich 29,8 Prozent ihre Stimme abgegeben hatten.

Dörk, die seit 2018 dem flächenmäßig größten Landkreis Brandenburgs vorsteht, wurde diesmal von einem breiten Parteienspektrum unterstützt. Gegenüber dem rbb sagte sie am Wahlabend: „Ich bedanke mich recht herzlich bei meinen Wählerinnen und Wählern und hoffe, dass die nächsten acht Jahre vielleicht etwas ruhiger werden, dass wir andere Dinge umsetzen können und nicht nur Krisenbewältigung machen müssen.“

AfD-Kandidat Teichner erkannte das Ergebnis an und gratulierte Dörk vor Ort. „Das Ergebnis respektiere ich“, erklärte er und verwies auf den Amtsbonus seiner Konkurrentin: „Sie hat auch in den letzten acht Jahren nicht alles falsch gemacht.“ Mit der Niederlage Teichners stellt die AfD weiterhin keinen Landrat im Bundesland. Bereits im März war die Partei in Spree-Neiße knapp gescheitert; dort erreichte AfD-Kandidatin Christine Beyer 48,51 Prozent.

Stichwahlen in Barnim und Panketal

Im Landkreis Barnim hingegen muss eine Stichwahl über das Landratsamt entscheiden. Amtsinhaber Daniel Kurth (SPD) erreichte 40,9 Prozent der Stimmen, AfD-Kandidat Matthäus Mikolaszek kam auf 30,0 Prozent. Die beiden treten am 10. Mai erneut gegeneinander an. CDU-Kandidat Daniel Sauer, der zusätzlich von BVB/Freie Wähler, der FDP Barnim sowie mehreren Wählergruppen unterstützt wurde, landete mit 20,1 Prozent auf dem dritten Platz. Der parteilose Bewerber Andreas Bergener erhielt 9,0 Prozent. Von den rund 160.000 Wahlberechtigten gaben 47,7 Prozent ihre Stimme ab.

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Auch im Barnimer Panketal wird eine Stichwahl notwendig. Amtsinhaber Maximilian Wonke (SPD) erreichte mit 44,8 Prozent das beste Erststimmenergebnis und tritt am 10. Mai gegen den AfD-Kandidaten Steffen John an, der auf 20,1 Prozent kam. Christiane Herrmann (BVB/Freie Wähler) verfehlte die Stichwahl mit 19,9 Prozent nur knapp; der parteilose Bewerber Michael Giese erhielt 15,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 62 Prozent der rund 17.000 Wahlberechtigten.

Eine weitere Stichwahl steht in der Gemeinde Nordwestuckermark an, wo das Bürgermeisteramt neu besetzt wird. Keiner der sechs Bewerber erreichte am Sonntag die erforderliche absolute Mehrheit. Die meisten Stimmen entfielen mit 32,8 Prozent auf die parteilose Susanne Ramm, gefolgt von Ralph Ryl (Wählergruppe „Zukunft Nordwestuckermark“) mit 26,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,4 Prozent. Beide treten am 10. Mai zur Stichwahl an.

Hintergrund der vorgezogenen Wahl ist der Rückzug des bisherigen Amtsinhabers Roland Klatt. Der 67-Jährige hatte im Dezember angekündigt, sein Amt vorzeitig niederzulegen, und will sich Ende Mai aus dem Rathaus zurückziehen. Regulär wäre eine Neuwahl erst 2028 fällig gewesen. Die Gemeinde im Landkreis Uckermark zählt zu den flächenmäßig größten Deutschlands: Auf einer Fläche von mehr als 250 Quadratkilometern verteilen sich zehn Ortsteile mit etwas mehr als 4.000 Einwohnern, von denen rund 3.500 wahlberechtigt waren.

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