Unter dem Motto "Hört auch endlich uns" wird die 7. brandenburgische Frauenwoche am 7. März in der Lausitz-Stadt Lübbenau eröffnet.Wie Landes-Frauenministerin Regine Hildebrandt (SPD) gestern in Potsdam mitteilte, stehten in über 100 Städten und Gemeinden des Landes bis zum 14. März mehr als 500 Veranstaltungen auf dem Programm. Das Ministerium stellt dafür 100 000 Mark bereit. Vor allem werde man auf diesen Veranstaltungen die soziale Lage der Frauen im Land beleuchten und Wege zur Besserung weisen, sagte die Ministerin. Zur zentralen Botschaft der Frauenwoche gehöre die Forderung nach bezahlter Erwerbsarbeit. Am 8. März, dem Internationalen Frauentag, sollen Frauen in Eisenhüttenstadt für dieses Anliegen demonstrieren unter dem Motto: "Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren". Man werde auch in Brandenburg die "einst belächelten" Frauentagsfeiern wieder aufleben lassen, so Frau Hildebrandt. Die zu DDR-Zeiten meist berufstätigen Frauen bilden heute 60 Prozent des erwerbslosen Bevölkerungsteils. Für viele käme nur der zweite Arbeitsmarkt, also die staatlich geförderte Berufstätigkeit, in Frage. "Deshalb sind Frauen auch in erster Linie Opfer der aktuellen Kürzungen bei der Arbeitsförderung." Am Weltgebetstag, dem 7. März, soll laut Programm die Zwangsprostitution koreanischer Frauen während des Zweiten Weltkriegs im Mittelpunkt von Gottesdiensten stehen. Die Frauenwoche will sich auch allgemein der Verschlechterung von Lebenssituationen der Frauen unter dem Thema "Gewalt gegen Frauen" und "Frauen und Sucht" zuwenden. Ministerin Hildebrandt selbst hat sich zu Veranstaltungen in Lübbenau, Brandenburg/Havel, Potsdam, Oranienburg, Fredersdorf und Frankfurt/O. angesagt. "Auch die Teilnahme von Männern ist erwünscht." Zu den Vorhaben zählen ein Unternehmerinnentag am 8. März in Kleinmachnow, Begegnungen mit ausländischen Mitbürgerinnen und eine Exkursion zum ehemaligen Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Ein Beitrag der Potsdamer Urania ist der Erfahrungsbericht "Frauen im ewigen Eis". Darin wird das Überwintern der ausschließlich weiblichen Besatzung einer Polarstation im ewigen Eis der Antarktis geschildert. +++
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