Die Ölpreise sind am Montagmorgen kräftig gefallen, obwohl aus dem Persischen Golf ein weiterer Tankerangriff gemeldet wurde. Der Preis für die Nordseesorte Brent fiel laut Reuters im frühen Handel um 3,2 Prozent auf 109,75 US-Dollar je Barrel. US-Rohöl der Sorte WTI gab um 3,3 Prozent auf 100,69 Dollar nach.
Reuters bringt den Preisrückgang mit den Gesprächen unter katarischer Vermittlung über ein Ende des Iran-Kriegs in Verbindung. Iranische und katarische Vertreter hatten am Sonntag den dritten Tag in Folge Gespräche geführt. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, die Beratungen mit den katarischen Vermittlern würden fortgesetzt. Eine Einigung gibt es bislang nicht.
JD Vance schreibt Brief an Irans Sicherheitschef – will selbst verhandeln
Ölpreis trotz Hormus-Krise: Warum er nicht auf 200 Dollar stieg
Nach einem Anstieg um 13,6 Prozent im Oktober schloss Brent den Monat auf dem höchsten Stand seit sechs Monaten ab. Analysten der Bank ING führten die hohen Preise der vergangenen Wochen auf die Sorge vor einer erneuten Eskalation zwischen den USA und dem Iran zurück. Der Marktanalyst Tim Waterer von KCM Trade sieht im Rückgang am Montag dagegen auch eine Gegenbewegung nach den kräftigen Kursgewinnen der Vorwoche.
Die sieben beteiligten Länder der Förderallianz Opec+, darunter Saudi-Arabien und Russland, beschlossen am Sonntag, ihre Förderziele für Dezember unverändert zu lassen.
Erneuter Tankerangriff im Persischen Golf
Die britische Schifffahrtssicherheitsstelle UKMTO meldete einen Angriff auf einen Tanker rund 133 Kilometer östlich der saudi-arabischen Küstenstadt Ras al-Khafji. Nach Angaben des Kapitäns trafen am späten Sonntag zwei unbekannte Geschosse die Backbordseite des Schiffs.
Verletzte oder Umweltschäden wurden zunächst nicht gemeldet. Wer hinter dem Angriff steckt, ist nicht geklärt.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]