Spionage

Royal Navy: Soldat soll geheime Informationen für „ausländische Macht“ gesammelt haben

Ein 24-jähriger Angehöriger der britischen Marine steht unter Spionageverdacht. Die britische Justiz klagt den 24-Jährigen nach dem Staatsschutzgesetz an.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Der Flugzeugträger HMS Prince of Wales gehört zur britischen Royal Navy.

Der Flugzeugträger HMS Prince of Wales gehört zur britischen Royal Navy.

© ANP/imago

Die britische Justiz hat einen Soldaten der Royal Navy wegen mutmaßlicher Spionage für eine nicht genannte „ausländische Macht“ angeklagt. Der 24-Jährige soll an diesem Donnerstag erstmals vor Gericht erscheinen, wie die Londoner Polizei mitteilte.

Dem Mann werden Verstöße gegen das britische Staatsschutzgesetz zur Last gelegt. Zwischen dem November 2024 und dem Mai 2025 soll er geschützte Informationen beschafft, kopiert oder gespeichert haben, um damit eine fremde Macht zu begünstigen. Für welches Land er gearbeitet haben soll, teilte die Polizei nicht mit.

Festnahme in der Grafschaft Bedfordshire

Der Soldat war nach Polizeiangaben am Dienstag an seiner Wohnadresse in der Grafschaft Bedfordshire festgenommen und anschließend nach London gebracht worden. Die britische Anklagebehörde Crown Prosecution Service erteilte am Mittwoch grünes Licht für die Anklage. Ermittelt hatte die auf Terrorismus- und Staatsschutzdelikte spezialisierte Einheit der Londoner Polizei.

Helen Flanagan, Leiterin der Antiterroreinheit, sprach von sehr ernsten Vorwürfen gegen ein aktives Mitglied der Streitkräfte. Die Ermittler hätten eng mit dem britischen Verteidigungsministerium zusammengearbeitet, um mögliche Sicherheitsrisiken zu begrenzen.

Ein Sprecher der Royal Navy bestätigte die Anklage und verwies auf das laufende Verfahren. Festnahme und Vorwürfe stehen nach Polizeiangaben nicht im Zusammenhang mit den jüngsten Ermittlungen zu einem Vorfall auf dem Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford in der südenglischen Grafschaft Gloucestershire, der auch von der US-Luftwaffe genutzt wird.

Dort hatten die USA Ende September nach einem bislang nicht vollständig aufgeklärten Zwischenfall sämtliche Langstreckenbomber abgezogen, wie die dpa berichtete. US-Präsident Donald Trump sprach von Bedrohungen und brachte diese mit dem Iran in Verbindung, was die iranische Botschaft in London zurückwies.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner