Passanten im Wismarer Hafen dürften am Dienstagmittag nicht schlecht gestaunt haben, denn dort hatte die überraschende Sichtung eines Buckelwals für ziemlich viel Furore und einen umfangreichen Rettungseinsatz gesorgt. Das Tier bewegte sich laut Augenzeugen ziemlich dicht an der Kaimauer. Verschiedene Videoaufnahmen des Wals sind in diversen Social-Media-Kanälen zu sehen. Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und Meeresschutzorganisationen waren vor Ort, um dem Wal zu helfen.
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Nach Angaben von Florian Stadtler, Kampagnenleiter der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd, wurden Leinen an Kopf und Flossen des Tieres entdeckt, die von einem Stellnetz stammen sollen. Den Rettungskräften gelang es demnach, Teile des Netzes zu entfernen und dem Tier eine kurze Pause zu ermöglichen. Weitere Helfer waren unterwegs, um den Wal vollständig zu befreien und ihn sicher aus dem Hafenbecken zu geleiten. Laut Augenzeugen kehrte der Wal jedoch immer wieder in den Bereich des Seehafens zurück. Laut Hansestadt Wismar konnte ein Taucher den Wal jedoch aus dem Hafenbecken leiten.
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Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund bestätigte nach Überprüfung von Videoaufnahmen, dass es sich um einen Buckelwal handelte. Walsichtungen in der Ostsee gelten als selten, da der niedrige Salzgehalt des Wassers nicht den üblichen Lebensbedingungen dieser Tiere entspricht. Große Wale könnten sich in die Ostsee verirren, wenn sie Fischschwärmen folgen. Sollten sie jedoch nicht rechtzeitig zurückfinden, droht ihnen aufgrund des geringen Nahrungsangebots der Tod durch Verhungern, erklärte Stadtler.
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