Von den rund 5 850 Einwohnern von Dahlwitz-Hoppegarten sind 279 arbeitslos. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 12,6 Prozent. Jetzt haben neun von 16 Gemeindevertreter entschieden, den Vertrag mit der Kommunalen Arbeitsvermittlung in Neuenhagen nicht mehr zu verlängern. 33 000 Mark, die jährlich für die Arbeitslosen-Vermittlung bereitgestellt werden, sind zu viel, hieß es. Acht Arbeit Suchende aus der Gemeinde konnten seit Mai 1999 vermittelt werden. Damals war Dahlwitz-Hoppegarten der Kommunalen Arbeitsvermittlung beigetreten. Dies stehe in keinem Verhältnis zum finanziellen Aufwand. "Die acht Leute hätten auch dem Arbeitsamt überlassen werden können", sagt Jürgen Mathis (SPD). Bürgermeister Volker Schulz (SPD) ist von der Entscheidung enttäuscht. "Wir haben lediglich 0,15 Prozent des Gemeindehaushaltes, der insgesamt 21,5 Millionen Mark beträgt, für die Arbeitsvermittlung bereitgestellt", sagt er. Neun Monate seien eine zu kurze Zeit, um die Effektivität der Arbeitsvermittlung beurteilen zu können. Nach seiner Auffassung könnten nach einer längeren Anlaufphase jährlich bis zu 50 Arbeitslose aus Dahlwitz-Hoppegarten vermittelt werden.Birgit Dürsch, die Geschäftsführerin der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft Neuenhagen (Keneu), dem Träger der Arbeitsvermittlung, bedauert die Entscheidung. Sie räumt zwar Anlaufprobleme in Dahlwitz-Hoppegarten ein. Aber bisher hätten sich über 120 Arbeitslose bei ihr gemeldet. "Offensichtlich wollen einige Gemeindevertreter auch keine Wirtschaftsförderung", sagte sie. Denn der für Unternehmen und Arbeit Suchende kostenlose Service werde von den rund 190 Firmen in Dahlwitz-Hoppegarten geschätzt. (md.)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]