Rentenversicherung

Bundesrat billigt Riester-Reform: Was sich mit den neuen Vorsorgedepots ändert

Bundesrat beschließt Riester-Reform. Neue Vorsorgedepots ab Januar. Private Anbieter werden verpflichtet, ein Standardprodukt in ihr Sortiment aufzunehmen.

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Wer privat fürs Alter vorsorgen will, hat dazu bald neue Möglichkeiten.

Wer privat fürs Alter vorsorgen will, hat dazu bald neue Möglichkeiten.

© Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Der Bundesrat hat eine Reform der privaten Altersvorsorge beschlossen, die zum Jahreswechsel in Kraft tritt. Sparer erhalten damit Zugang zu neuen Vorsorgedepots, darunter ein staatlich angebotenes Standarddepot. Auch die staatliche Förderung wird neu geregelt.

Private Anbieter werden verpflichtet, ein Standardprodukt in ihr Sortiment aufzunehmen. Bei diesem Standardprodukt sind die Kosten auf ein Prozent der durchschnittlichen jährlichen Rendite begrenzt. Wer höhere Renditechancen sucht und dafür mehr Risiko in Kauf nimmt, kann zu anderen Produkten greifen – für diese gilt die Kostenobergrenze allerdings nicht.

Eine zentrale Änderung gegenüber dem bisherigen Riester-System: Die Garantie, dass am Ende mindestens die eingezahlten Beiträge wieder ausgezahlt werden, entfällt bei den neuen Depotvarianten. Damit soll eine stärker auf Rendite ausgerichtete Anlage möglich werden.

Wahlmöglichkeit beim Garantiedepot

Wer auf Sicherheit Wert legt, kann weiterhin auf ein Garantiedepot zurückgreifen. Dabei lässt sich wählen zwischen einer Variante mit voller Beitragsgarantie von 100 Prozent und einer chancenorientierteren Variante, bei der 80 Prozent des eingezahlten Kapitals für die Auszahlung garantiert sind.

Die staatliche Förderung greift künftig ab dem ersten Euro. Bis zu einer jährlichen Einzahlung von 360 Euro legt der Staat 50 Cent pro eingezahltem Euro obendrauf. Für jeden weiteren Euro bis zur Obergrenze von 1800 Euro Einzahlung kommen 25 Cent hinzu. Familien mit Kindern erhalten zusätzliche Zulagen.

Anders als bisher können auch Selbstständige die staatliche Förderung in Anspruch nehmen – eine Gruppe, die bei der bisherigen Riester-Rente außen vor blieb.

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