Wirtschaft

Bundesregierung plant KI-Partnerschaft mit Nvidia

Der Bund plant eine KI-Kooperation mit Nvidia. Verkündet werden soll sie in Berlin. Ein Dutzend Firmen wollen mitmachen.

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Der Chipkonzern Nvidia soll eine Partnerschaft mit der Bundesregierung eingehen.

Der Chipkonzern Nvidia soll eine Partnerschaft mit der Bundesregierung eingehen.

© Andrej Sokolow/dpa

Die Bundesregierung hat offenbar eine KI-Kooperation mit dem US-Chipkonzern Nvidia vorbereitet. Offiziell verkündet werden soll die Partnerschaft bei einem Investitionsgipfel in Berlin am Montag.

Aus Regierungskreisen wurde der Bericht der Deutschen Presse-Agentur bestätigt, auch das ZDF berief sich auf solche Kreise.

Im Kern geht es um den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Industrie. Der Bund sei bereit, dafür einen dreistelligen Millionenbetrag beizusteuern. Zum Auftakt des Gipfels wird neben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch Nvidia-Chef Jensen Huang in Berlin erwartet.

Was bei der Nvidia-Kooperation mit der Bundesregierung geplant ist

Das Projekt zielt auf sogenannte physische KI. Gemeint ist Künstliche Intelligenz, die nicht nur Texte oder Bilder erzeugt, sondern mit der realen Welt umgeht – etwa in Robotern, in autonom fahrenden Autos oder in automatisierten Industrieanlagen.

Daneben sollen dem Handelsblatt zufolge leistungsstarke KI-Modelle für die Fabriken der Zukunft entwickelt werden.

Das nötige Geld soll aus der Hightech-Agenda des Bundes stammen. Für diesen Bereich hatte die Bundesregierung ohnehin Mittel für Investitionen in Schlüsseltechnologien eingeplant.

Den Begriff prägt Nvidia selbst. Er beschreibt KI-Systeme, die ihre Umgebung über Sensoren erfassen und auf das Erfasste reagieren. Ein typisches Beispiel des Konzerns sind humanoide Roboter. Sie nehmen über Kameras ihre Umgebung wahr, analysieren die Daten mit KI und erledigen auf dieser Basis die ihnen zugeteilten Aufgaben. Solche Systeme gelten als Grundlage, um Roboter und autonome Fahrzeuge überhaupt zu trainieren.

Warum KI in der Fabrik wichtiger werden könnte als der Chatbot

Deutschland baut Künstliche Intelligenz zunehmend in industrielle Prozesse ei. Die geplante Kooperation zielt auf die Produktion – auf Maschinen, Roboter und Abläufe in der Fertigung.

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Anlass ist der Investitionsgipfel „Invest in Germany“, der am Montag und Dienstag in Berlin stattfindet. Dort kommen Investoren aus dem In- und Ausland zusammen. Zum Auftakt am Montagabend treffen Merz und Huang aufeinander. Dann soll die Zusammenarbeit offiziell bekannt gegeben werden. Nvidia bestätigte bislang nur, dass Huang nach Berlin kommen werde. Das übergeordnete Ziel des Treffens: Die Bundesregierung will mehr private Investitionen nach Deutschland holen.

Welche Firmen bei dem KI-Projekt mitmachen wollen

An dem Vorhaben wollen sich dem Handelsblatt zufolge etwa ein Dutzend deutsche Unternehmen beteiligen. Namentlich genannt werden der Technologiekonzern Siemens, die Volkswagen-Tochter Audi und die KI-Firma Black Forest Labs.

Der Bund will mit seinem Beitrag vor allem den Einstieg erleichtern. Die staatliche Anschubfinanzierung soll demzufolge unter anderem dazu dienen, Rechenkapazitäten auf einer KI-Cloud der Deutschen Telekom anzumieten.

Nvidia wolle sich im Gegenzug mit der Entsendung von Ingenieuren und der Lieferung von Chips beteiligen, hieß es in dem Bericht.

Nvidia ist mit seinen Produkten für Rechenzentren zum zentralen Motor des KI-Booms geworden. Die Chips und Chipsysteme des Konzerns bilden die Grundlage, um große KI-Sprachmodelle zu trainieren und im Betrieb zu halten.

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