Beim Sanitätsregiment 1 der Bundeswehr in Weißenfels laufen interne Ermittlungen wegen möglichen Fehlverhaltens von Soldaten. „Wir können bestätigen, dass uns Hinweise zu möglichen Verstößen im Sanitätsregiment 1 in Weißenfels bekannt sind“, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Es seien umfassende Maßnahmen eingeleitet worden, um die Vorgänge lückenlos aufzuklären.
Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) geht es um den Verdacht des Drogenmissbrauchs sowie um mögliches sexuelles Fehlverhalten. Ein Vorgesetzter soll unter Ausnutzung der Hierarchie intime Kontakte zu einer Rekrutin unterhalten haben. In der Sachsen-Anhalt-Kaserne habe es Durchsuchungen und Vernehmungen gegeben.
Ministerium nennt keine Einzelheiten
Zu Einzelheiten äußerte sich das Ministerium nicht. Aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Schutz der Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten könnten keine konkreten Auskünfte erteilt werden. „Wir nehmen die Vorwürfe sehr ernst und verfolgen hier eine klare Null-Toleranz-Linie“, sagte der Sprecher. Fehlverhalten werde in der Bundeswehr nicht toleriert.
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Der Befehlshaber Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Ralf Hoffmann, sagte dem RND: „Sexualisiertes Fehlverhalten und Übergriffe haben in der Bundeswehr keinen Platz – und erst recht nicht im Sanitätsdienst.“ Gerade dort, wo der Frauenanteil innerhalb der Streitkräfte besonders hoch sei, trage man eine besondere Verantwortung für einen respektvollen und kameradschaftlichen Umgang.
Ermittlungen auch in Zweibrücken
Ende vergangenen Jahres waren zahlreiche Vorfälle um sexualisiertes Fehlverhalten, Drogen und Extremismus bei Fallschirmjägern im rheinland-pfälzischen Zweibrücken bekannt geworden. Dort wurden Ermittlungen gegen 59 Beschuldigte eingeleitet und bis zum Frühjahr 21 Entlassungen beantragt.
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