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Bushido gegen Jochen Schweizer: Der Gott des Gemetzels wohnt in Grünwald

Ein Vorfall an einer Schulbus-Haltestelle im Münchner Nobelvorort sorgt für handfesten Streit zwischen der Familie Ferchichi und dem Unternehmer Jochen Schweizer. Da werden Erinnerungen wach.

3 Min
Zoffen sich: Bushido, seine Frau Anna-Maria und Jochen Schweizer

Zoffen sich: Bushido, seine Frau Anna-Maria und Jochen Schweizer

© Imago (2)

Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch an den Film „Der Gott des Gemetzels“ – eine herrliche, tiefschwarze Komödie von Roman Polanski, in der sich zwei Elternpaare zusammensetzen, um den Streit ihrer Kinder zu schlichten.

Wie sich zeigt, lebt der Gott des Gemetzels dieser Tage in einer der reichsten Gemeinden Deutschlands – in Grünwald südlich von München, wo die Promi-Dichte höher ist als jede Hecke.

Dort streiten sich gerade der Event-Unternehmer Jochen Schweizer und der Rapper Bushido samt Ehefrau Anna-Maria Ferchichi. Der Auslöser ist eine Szene, die sich an der Schulbus-Haltestelle der Kinder zugetragen haben soll und über die es unterschiedliche Darstellungen gibt.

Schubsen, Drohen, Dominanzgebaren

Laut Anna-Maria Ferchichi, die als Momfluencerin den Streit natürlich in die Öffentlichkeit brachte, hat es sich so zugetragen: Die 15-jährige Tochter von Jochen Schweizer habe geschubst und sei ihren Töchtern gegenüber dominant und unangenehm aufgetreten.

Empört zeigt sich die 44-Jährige bei Instagram darüber, dass Schweizer ihren Mann, als dieser das Gespräch suchte, als hochkriminell bezeichnet habe. Hierüber wird Ferchichi persönlich: „Was für ein unangenehmer Typ du doch bist“, adressiert sie Schweizer. Und auf die Tochter gemünzt: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“

Jochen Schweizer stellt es auf seinen Kanälen anders dar. Laut seinem eigens angefertigten Gedächtnisprotokoll habe ein Schubsen seitens seiner Tochter nicht stattgefunden, stattdessen habe es sich um ein unabsichtliches Gedränge beim Einsteigen in den Schulbus gehandelt.

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Der Mann, der ihn und seine Tochter daraufhin ansprach, sei ihm zu diesem Zeitpunkt unbekannt gewesen. Es war Bushido, wie er später erfuhr. Dieser habe die 15-Jährige „in einem nach meiner Wahrnehmung deutlich unangemessenen sowie aggressiven und einschüchternden Ton“ beschuldigt, seine Töchter geschubst zu haben.

Auch das Gespräch zwischen ihm, Jochen Schweizer, und Bushido, sei angespannt gewesen. „Im Verlauf der Auseinandersetzung äußerte Herr Ferchichi schließlich sinngemäß, wir könnten auch um die Ecke gehen, um das Thema dort persönlich zu erledigen.“

Im Polanski-Film und dem zugrunde liegenden Theaterstück eskaliert die Situation irgendwann dahingehend, dass sich jemand heftig auf den Wohnzimmertisch erbricht, ein Handy in der Blumenvase versenkt wird und eine Handtasche durch den Raum fliegt.

Im Epilog spielen die Kinder, die sich in der Anfangsszene noch einen Ast um die Ohren gehauen haben, friedlich auf einer Wiese im Park zusammen.

Auch im noblen Grünwald gibt es übrigens einen schönen Park mit altem Baumbestand. Wie gemacht für Versöhnungen von Jung und Alt. Das wünschen sich übrigens auch viele Beobachter, die das Geschehen zwischen den Ferchichis und den Schweizers auf Social Media verfolgen. Dass es einen gemeinsamen Weg gibt. Und dass man diesen vielleicht nicht in aller Öffentlichkeit beschreiten muss.

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