Nahverkehr

Berlin: BVG mustert letzte Straßenbahnen ohne Klimaanlage bis 2032 aus

Betroffen sind ältere GT6-Wagen, die schrittweise durch klimatisierte Modelle ersetzt werden. Für die U-Bahn plant die BVG dagegen keine Klimaanlagen.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Die BVG will ihre Straßenbahnflotte bis 2032 vollständig auf klimatisierte Fahrzeuge umstellen.

Die BVG will ihre Straßenbahnflotte bis 2032 vollständig auf klimatisierte Fahrzeuge umstellen.

© Sabine Gudath/imago

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen bis 2032 alle Straßenbahnen ohne Fahrgastraumklimatisierung aus dem Betrieb nehmen. Das geht aus der Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt vom Freitag auf eine Schriftliche Anfrage des CDU-Abgeordneten Danny Freymark hervor.

Demnach soll der letzte Einrichtungswagen des Typs GT6 ohne Klimatisierung des Fahrgastraums im Jahr 2031 abgestellt werden. Für den letzten Zweirichtungswagen desselben Typs ist die Ausmusterung für 2032 vorgesehen. Damit wäre die Straßenbahnflotte der BVG in sechs Jahren vollständig klimatisiert.

Alte GT6-Wagen betroffen

Die Fahrzeuge des Typs GT6 gehören zu den älteren Modellen im Bestand der BVG. Einrichtungswagen können nur in eine Richtung fahren und wenden über Gleisschleifen. Zweirichtungswagen verfügen an beiden Enden über einen Führerstand und können in beide Richtungen eingesetzt werden. Beide Varianten sind nach den Angaben der Senatsverwaltung bislang nicht mit einer Klimaanlage für den Fahrgastraum ausgestattet.

Die BVG hatte bereits zuvor angekündigt, ihre oberirdische Fahrzeugflotte schrittweise vollständig zu klimatisieren. Nach Angaben des Unternehmens auf seiner Informationsplattform sind alle Busse bereits mit einer Klimaanlage ausgerüstet. Die verbliebenen Straßenbahnen ohne Klimatisierung würden nach und nach durch klimatisierte Modelle ersetzt.

U-Bahn bleibt ohne Klimaanlage

Anders ist die Lage im unterirdischen Netz. Die U-Bahnen der BVG verfügen nach Unternehmensangaben über keine Klimaanlagen, ein Einbau ist demnach auch nicht geplant. Als Gründe nennt die BVG unter anderem den fehlenden Platz in den Fahrzeugen sowie wirtschaftliche und umweltbezogene Aspekte.

Die U-Bahn-Züge seien stattdessen mit einem Belüftungssystem ausgestattet, das gefilterte und gekühlte Frischluft in die Wagen leitet. Zusätzlich lassen sich in allen U-Bahn-Zügen Fenster kippen. Sie befinden sich jeweils nur auf einer Seite des Wagens, um starken Durchzug zu vermeiden.

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Die BVG verweist darauf, dass Klimaanlagen in Bussen und Straßenbahnen durch das häufige Öffnen der Türen unter erschwerten Bedingungen arbeiten und die gewünschte Kühlwirkung nicht immer erreicht werde. Der Großteil der Fahrzeuge verfüge zudem über beschichtete oder getönte Fenster, die die Innenraumtemperatur senken sollen.

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