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„Cat in the Hat“: Polizei warnt vor Gruseltrend in Sachsen-Anhalt

In Coswig bedroht eine Gestalt im Katzenkostüm eine Frau, in Zerbst kommt es zum Einsatz an einer Schule. Die Ermittler warnen vor Nachahmern.

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Die Polizei Dessau-Roßlau warnt vor einem TikTok-Trend, der in Sachsen-Anhalt zu mehreren Vorfällen führte.

Die Polizei Dessau-Roßlau warnt vor einem TikTok-Trend, der in Sachsen-Anhalt zu mehreren Vorfällen führte.

© Polizei Dessau-Roßlau

Ein Social-Media-Trend um eine unheimliche Gestalt im Katzenkostüm mit rot-weißem Hut sorgt in Sachsen-Anhalt für Angst, vor allem unter Kindern und Jugendlichen. In Coswig ermittelt die Polizei, nachdem eine Frau von einer so verkleideten Person bedroht worden sein soll. In Zerbst rückten Beamte am Donnerstag an eine Schule aus. Die Polizei warnt: Was als Streich gedacht ist, kann strafbar sein.

In Coswig (Anhalt) soll die Person am vergangenen Samstag gegen 23 Uhr fast eine halbe Stunde vor einem Wohnhaus in der Zerbster Straße gewartet haben, teilte das Polizeirevier Wittenberg mit. Die Gestalt soll in Coswig bereits mehrfach gesichtet worden sein. In einem Fall im Raum Coswig wurde bereits Anzeige erstattet. Die Polizei prüft, ob es sich um einen Streich oder eine Straftat handelt.

Verschwommene Gestalt auf schlecht beleuchteter Straße

In Zerbst löste die angebliche Sichtung eines Kostümierten am Donnerstagvormittag einen Polizeieinsatz an der Sekundarschule Ciervisti aus. Wie Polizeisprecherin Astrid Kuchta der Volksstimme sagte, habe dabei zu keinem Zeitpunkt eine ernsthafte Gefahr bestanden. In der Stadt kursieren zudem Fotos, die nachts in der Magdeburger Straße aufgenommen worden sein sollen. Auch aus Dessau tauchten am Mittwochabend in sozialen Netzwerken Bilder auf.

Viele davon sind nach Einschätzung der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau offenbar KI-generiert. Typisch sei eine verschwommene Gestalt, die nachts auf einer schlecht beleuchteten Straße aus der Ferne zu sehen ist. Verbreitet werden die Bilder über Klassen- und Gruppenchats.

Was hinter dem Trend steckt

Vorbild ist die Katze aus dem Kinderbuch „The Cat in the Hat“ von Dr. Seuss. Wie internationale Medien berichten, war Ausgangspunkt Ende Juni ein TikTok-Clip aus der Verfilmung von 2003 mit Mike Myers. Daraus entwickelten sich Horror-Videos, die angebliche Sichtungen vor Häusern zeigen. Im August verbreiteten sie sich in Großbritannien und Irland, danach in den USA. Dort wurden inzwischen mehrere Jugendliche festgenommen. In Deutschland sorgt der Trend derzeit vor allem in der Region Anhalt für Aufsehen. Ähnliche Wellen gab es bereits mit den „Horror-Clowns“ 2016 und der „Momo Challenge“.

Rechtliche Konsequenzen

Wer andere gezielt verfolgt, bedroht oder unter Druck setzt, kann sich wegen Bedrohung, Nötigung oder Nachstellung strafbar machen. Auch wer online Namen, Schulen oder Wohnorte als mögliche Ziele veröffentlicht, riskiert Konsequenzen. Eltern sollten mit ihren Kindern über den Trend sprechen.

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Wer verfolgt oder bedroht wird oder eine kostümierte Person vor dem Haus bemerkt, sollte den Notruf 110 wählen. Hinweise zum Fall in Coswig nimmt das Polizeirevier Wittenberg unter 03491 4690 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.

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