Es gibt Sonntage, an denen die Politik ihre Kostüme ablegt. Dieser ist so einer. Um 15.57 Uhr fährt Friedrich Merz in der Parteizentrale vor, gut zwei Stunden vor der ersten Prognose – ein Mann, der früher kommt, weil er weiß, dass er später nichts mehr zu bestellen hat. Für 17 Uhr ist die Spitze einbestellt. Man nennt das Krisenmanagement. Man könnte es auch Vorbereitung einer Beerdigung nennen, bei der die Angehörigen noch streiten, wer den Nachruf hält.
Wahlabend
Der Kanzler und die Fünf-Prozent-Hürde seiner eigenen Partei
In Mecklenburg-Vorpommern droht der CDU ein historischer Absturz. Landespolitiker machen dafür Berlin verantwortlich – und stellen den Kanzler bloß.
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Friedrich Merz im Konrad-Adenauer-Haus: Für den CDU-Vorsitzenden und Kanzler entscheiden die Wahlabende in Schwerin und Berlin über mehr als zwei Landesparlamente
© IMAGO/dts Nachrichtenagentur
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