Was sich derzeit an der nordafrikanischen Küste abspielt, hat das Potenzial, die europäische Migrationspolitik in ihren Grundfesten zu erschüttern. Innerhalb weniger Tage sind nach Angaben spanischer Sicherheitskreise mehr als 40.000 Migranten auf irregulärem Weg in die spanische Exklave Ceuta gelangt – die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf das spanische Innenministerium sogar von 49.000 Menschen binnen 24 Stunden. Die Mehrheit von ihnen erreichte das Gebiet schwimmend über unbefestigte Küstenabschnitte.
Der Regionalpräsident von Ceuta, Juan Jesús Vivas, verlangte von der Regierung in Madrid, aus „Gründen der nationalen Sicherheit“ den Notstand auszurufen. Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni drohte gar mit der Aussetzung des Schengen-Abkommens gegenüber Spanien. „Italien wird nicht zusehen“, erklärte Meloni. „Wir sind bereit, auch mit außergewöhnlichen Mitteln einzugreifen.“
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49.000 Migranten erreichen Ceuta. Das deutsche Innenministerium liefert statt konkreter Antworten ein Statement voller Phrasen – und ignoriert die brisanteste Frage komplett.
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Ceuta: Stresstest für die EU-Asylpolitik - und mit potentiell massiven Auswirkungen auf Deutschland.
© Antonio Sempere/AP/dpa
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