Patienten mit Augentumoren können am Klinikum Chemnitz von Sonntag an ambulant durch ein fachübergreifendes Team behandelt werden. Der Erweiterte Landesausschuss Sachsen hat die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für Augentumoren genehmigt, wie das Klinikum Chemnitz und das DRK-Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein mitteilten. Nach Zählung des Klinikums ist es das dritte ASV-Team für Augentumoren in Deutschland. Das Klinikum betreibt die ASV erstmals gemeinsam mit einem zweiten Krankenhaus: Das DRK-Krankenhaus in Rabenstein bringt seine Klinik für Dermatologie ein.
Behandelt werden Erwachsene ab 18 Jahren, bei denen wegen eines Augentumors eine Strahlentherapie oder eine medikamentöse Tumortherapie ansteht, als erste Behandlung oder ergänzend vor oder nach einem anderen Eingriff. Zum Team gehören Augenärzte, Strahlentherapeuten, Hautärzte und Psychotherapeuten; auch niedergelassene Ärzte sind eingebunden. Die Leitung hat Olga Furashova, kommissarische Chefärztin der Klinik für Augenheilkunde. Die Beteiligung von Hautärzten ist in einer ASV für Augentumoren vorgeschrieben. „Viele bösartige Tumoren des Auges – wie das Aderhautmelanom – sind pigmentierte Tumoren, die biologisch und genetisch sehr ähnliche Eigenschaften aufweisen wie der schwarze Hautkrebs“, sagte Fabian Ziller, Chefarzt der Dermatologie am DRK-Krankenhaus. Verschlechtert sich der Zustand eines Patienten während der Therapie, ist nach Angaben der Klinik eine stationäre Weiterbehandlung jederzeit möglich.
Sechs ASV-Teams gibt es am Klinikum Chemnitz bereits
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Die ASV geht auf das Versorgungsstrukturgesetz zurück, das seit dem 1. Januar 2012 gilt. Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte behandeln darin seltene und komplexe Erkrankungen gemeinsam ambulant. Am Klinikum Chemnitz bestehen bereits sechs solcher Teams: seit 2017 für Tumoren des Verdauungstrakts und der Bauchhöhle, seit 2019 für gynäkologische Tumoren und Brustkrebs, seit 2022 für Tumoren von Lunge und Brustkorb, seit 2023 für Kopf-Hals-Tumoren, seit 2024 für chronisch entzündliche Darmerkrankungen und seit 2025 für neuromuskuläre Erkrankungen.
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