Proletarier aller Länder vereinigt Euch – heißt es auf der Granitwand hinter dem berühmten Karl-Marx-Monument von Lev Kerbel. Die Chemnitzer nennen es liebevoll nur „Nischel“, das sächsische Wort für „Kopf“. Gestern hieß das Motto unter der 7 Meter hohen Bronzebüste allerdings: Tänzer aller Länder vereinigt Euch. Ein Weltrekordversuch stand an.
Dazu aufgerufen hatte die Initiative „Tanz Moderne Tanz“, die einen ähnlichen Vorstoß bereits im Kulturhauptstadtjahr 2025 in Chemnitz hatte: „Nachdem wir 2025 die längste Ballettklasse der Welt an der Stange geschafft haben, gemeint ist die Dauer, stellen wir uns diesmal der Herausforderung, die größte Ballettklasse der Welt mit mindestens 1.800 Teilnehmenden zu absolvieren“, schrieben die Initiatoren und luden alle ins Stadtzentrum ein.
Letzten Sommer tanzten rund 1.000 Teilnehmer gemeinsam mit dem städtischen Ballettensemble an Bauzäunen und Absperrgittern als Ersatz für Ballettstangen, wodurch die Rekorddauer von 47 Minuten erfolgreich erreicht wurde.
Weltrekordversuch gescheitert
Es kamen aber nur etwas mehr als 730, wie die Sprecherin des Theaters Chemnitz, Theresa Schultz, auf dpa-Anfrage sagte. Sie bekamen unter Anleitung von Sabrina Sadowska, der künstlerischen Leiterin des Festivals „Tanz Moderne Tanz“ eine Einführungsstunde in klassisches Ballett.
„Es wurden einfache Ballettübungen auf Anfängerniveau getanzt. Es ging ja schließlich um den Spaß“, betonte Schultz. Vertreten war die komplette Altersspanne, von kleinen Kindern bis zu Menschen im hohen Alter. Im kommenden Jahr soll es einen neuen Anlauf im Rahmen des Festivals „Tanz Moderne Tanz“ geben.
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Die Veranstalter sagten, das Wetter habe zwar mitgespielt, aber die Stadt Chemnitz biete halt viele Alternativen an einem Samstag. So bleibt der Rekord im australischen Queensland.
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