Zwar haben drei Viertel der Cottbuser den AfD-Mann nicht gewählt, aber das heißt nicht, dass die SPD die Stichwahl am 9. Oktober im Selbstlauf gewinnt. Auch wenn sich die anderen Parteien nun in einem Anti-AfD-Block versammeln.
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Gut ist, dass die Parteien einen solchen Block nicht schon vor dem ersten Wahlgang gebildet haben. Denn grundsätzlich sind solche Blöcke kein Segen für die Idee der Demokratie, denn die lebt nun mal von der Vielfalt der politischen Angebote. Im Osten weckt ein solcher Block zudem ungute Erinnerungen an die „Nationale Front“ der DDR, mit der die Staatspartei SED die anderen Kräfte in ein Wahlbündnis zwang.
In Cottbus wird sicher kein Zwang ausgeübt. Der ist auch nicht nötig: Der Block bildet sich quasi von selbst, um die AfD zu verhindern. Doch er wird sicher nicht so mächtig sein, wie die 75 Prozent der Nicht-AfD-Wähler.
Denn die SPD steht nach dem ersten Wahlgang vor allem deshalb so gut da, weil Linke und Grüne gar keine Kandidaten aufgestellt haben. Tobias Schick ist damit primär der Kandidat von Rot-Rot-Grün. Doch der Brandenburger Süden ist sehr konservativ und auch AfD-affin. Und so stellt sich die Frage, wie viele Wähler der CDU nun nach links gehen. Dazu kommt: Oft ist die Wahlbeteiligung bei einer Stichwahl niedriger. Und das bringt Vorteile für die wahl- und protestwilligen Wähler der AfD.
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