Parteiwechsel

Crumbach wieder SPD-Mitglied: „BSW war großer Irrtum“

Brandenburgs Finanzminister Robert Crumbach bezeichnet seinen Wechsel zum BSW als Fehler. Im neuen rot-schwarzen Kabinett soll er Infrastrukturminister werden.

Kai Kleinwächter
Kai Kleinwächter
2 Min
Der brandenburgische BSW-Gründer kehrt zur SPD zurück.

Der brandenburgische BSW-Gründer kehrt zur SPD zurück.

© Soeren Stache / dpa

Der 63-jährige Crumbach bestätigte seinen Wiedereintritt in die SPD. Ministerpräsident und SPD-Landeschef Dietmar Woidke überreichte ihm in der Landtagsfraktionssitzung das Parteibuch.

Der langjährige Arbeitsrichter war rund 40 Jahre SPD-Mitglied, bevor er 2024 austrat und den BSW-Landesverband in Brandenburg mitgründete. Als Spitzenkandidat führte er das BSW bei der Landtagswahl im September 2024 zu 13,5 Prozent der Zweitstimmen. In der anschließenden rot-lila Koalition wurde er Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident.

Seinen Wechsel begründete Crumbach wortreich. Kernaussage gegenüber der MAZ: „Ich war zeitweise davon überzeugt, dass es neben der SPD eine andere Partei gäbe, die die Interessen der Arbeiter glaubwürdig vertreten kann. Das war ein großer Irrtum und Fehler.“

Auch in der neuen Koalition Minister

Nach parteiinternen Querelen und dem Austritt mehrerer BSW-Abgeordneter verließ Crumbach im Januar 2026 Partei und Fraktion. Einen Tag später beendete Woidke die Koalition mit dem BSW und leitete Verhandlungen mit der CDU ein.

Bei der Vorstellung des SPD-CDU-Koalitionsvertrags vergangene Woche wurde er als künftiger Minister für Infrastruktur und Landesplanung vorgestellt. Zusammen mit der ebenfalls vom BSW zur SPD gewechselten Abgeordneten Jouleen Gruhn sichert er die parlamentarische Mehrheit der neuen Koalition.

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