Berlin

Demos zur Abschaltung der letzten deutschen Atomkraftwerke

Nun soll Schluss sein mit der Nutzung der Atomenergie in Deutschland. Das ist schon lange klar. Manche haben den Tag herbeigesehnt, andere protestieren.

dpa
2 Min
ARCHIV - Strommasten stehen vor dem Kernkraftwerk Emsland.

ARCHIV - Strommasten stehen vor dem Kernkraftwerk Emsland.

© Sina Schuldt/dpa

Auf der Westseite des Brandenburger Tors sowie auf dem Platz vor dem Bundestag sind weitere Kundgebungen geplant. Zu diesen hat der Verein Nuklearia aufgerufen. Es würden auch Demonstranten aus dem Ausland erwartet, um „ein positives Zeichen unter dem Motto "Kernkraft gewinnt"“ zu setzen, hieß es. Nach Angaben der Polizei werden rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei allen drei Aktionen erwartet. Auch in anderen Städten Deutschland soll es Demonstrationen geben.

Am Samstag sollen die drei verbliebenen Kernkraftwerke - Isar 2 in Bayern, Emsland in Niedersachsen und Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg - in Deutschland endgültig vom Netz gehen. Eigentlich sollte dies schon Ende vergangenen Jahres passieren. Wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der dadurch ausgelösten Energiekrise beschloss die Ampel-Koalition im vergangenen Jahr jedoch, die Meiler über den Winter noch weiterlaufen zu lassen.

Schon 2002 beschloss die rot-grüne Regierung ein Ende der Atomstromproduktion nach einer „Regellaufzeit“ von 32 Jahren pro Kraftwerk. Neubauten waren nicht mehr erlaubt. Acht Jahre später verlängerte die CDU/CSU/FDP-Koalition die Laufzeiten wieder. Doch nach der Atomkatastrophe von Fukushima 2011 setzte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den endgültigen Ausstieg durch.

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