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Deutsche Bahn: Jeder zwölfte Fernzug fällt aus – zweithöchster Wert seit Jahren

Im ersten Halbjahr 2026 ist fast jeder zwölfte Fernzug der Deutschen Bahn ganz oder teilweise ausgefallen. Die Grünen fordern Konsequenzen, der Konzern verweist auf externe Ursachen.

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Im ersten Halbjahr sind rund 8 Prozent der Fernzüge der Deutschen Bahn ganz oder teilweise ausgefallen.

Im ersten Halbjahr sind rund 8 Prozent der Fernzüge der Deutschen Bahn ganz oder teilweise ausgefallen.

© Elisa Schu/dpa

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn ist im ersten Halbjahr 2025 rund jeder zwölfte Zug (acht Prozent) ganz oder auf einem Teil der Strecke ausgefallen. Das waren drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum und der zweithöchste Wert seit 2019. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Einen höheren Ausfallwert gab es demnach lediglich im ersten Halbjahr 2024 mit zwölf Prozent. Ursache seien damals Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gewesen.

Bahn verweist auf Ersatzverbindungen

Von den betroffenen ICE- und IC-Zügen fielen nach Angaben der Deutschen Bahn nur 3,6 Prozent ersatzlos aus. „Die meisten Fahrgäste konnten alternative Verbindungen nutzen und ihre Bahnfahrt fortsetzen. Dies gilt auch für Züge, die nicht am Zielbahnhof endeten“, teilte der Konzern mit. Als Gründe für die Einschränkungen nannte das Unternehmen unter anderem den Wintereinbruch im Januar und die Hitze im Juni.

Auch bei der Pünktlichkeit blieb der Fernverkehr hinter den Erwartungen zurück. Nach Angaben des Konzerns waren in den ersten sechs Monaten des Jahres lediglich 58,7 Prozent der Fernzüge pünktlich. Zugausfälle sind in dieser Statistik nicht enthalten.

Grüne fordern mehr Reservezüge

Der Grünen-Verkehrspolitiker Matthias Gastel forderte ein Gegensteuern von Bahn und Bundesregierung. „Die Deutsche Bahn und die Bundesregierung dürfen dem Anstieg und hohen Niveau ausgefallener Fernverkehrszüge nicht tatenlos zusehen“, sagte er. Die Ausfälle und Verspätungen hätten oft mit Störungen an den Fahrzeugen zu tun. „Die präventive Instandhaltung der Züge sollte gestärkt werden. In wichtigen Knoten sollten mehr Reservezüge und Personal bereitstehen.“

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Die Deutsche Bahn wies diese Darstellung zurück. „Technische Störungen an den Zügen selbst, etwa bei Antrieben, gingen dank der jünger gewordenen Fahrzeugflotte zwischen 2019 und 2025 um über 50 Prozent zurück“, teilte der Konzern mit.

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