AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla hat sich zum Ziel gesetzt, den Wiedereinzug der CDU in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern zu verhindern. „Ich hoffe, die kommen hier unter fünf Prozent", sagte Chrupalla bei einer Wahlkampfrede in Pasewalk. „Hoffentlich fliegen sie aus dem Landtag, denn die braucht keiner mehr.“ Man werde versuchen, das Ergebnis der CDU im Vergleich zur vorigen Landtagswahl zu dritteln.
Bei der Landtagswahl 2021 war die CDU in Mecklenburg-Vorpommern auf 13,3 Prozent gekommen. In der jüngsten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen liegt sie bei sieben Prozent. Am kommenden Sonntag wird ein neues Parlament gewählt.
Neue Umfrage für Mecklenburg-Vorpommern: AfD und SPD fast gleichauf
Chrupalla weist Merz-Äußerung zurück
Erneut wandte sich Chrupalla gegen eine Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aus der vergangenen Woche im Bundestag. „Dort davon zu sprechen von ethnischen Säuberungen, ist eine Riesenschweinerei und eines Bundeskanzlers unwürdig“, sagte der AfD-Politiker.
Merz hatte an die Adresse der AfD gesagt: „Im Handwerk arbeiten auch Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Und wenn das wahr würde, was Sie hier propagieren, nämlich ‚Remigration‘, was ja nichts anderes ist als eine ethnische Säuberung nach Hautfarbe und Herkunft, nichts anderes...“
Direktkandidat greift Corona-Politik an
Der örtliche AfD-Direktkandidat Nikolaus Kramer griff bei der Veranstaltung in Pasewalk die staatlichen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in den Jahren 2020 bis 2022 an. „Auf Landesebene und auf Bundesebene ist nach meinem Dafürhalten ein Menschheitsverbrechen begangen worden", sagte Kramer. Und weiter: „Die Politiker, die versucht haben, unsere Kinder einzusperren, die gehören jetzt eingesperrt.“
In der jüngsten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen lag die AfD in Mecklenburg-Vorpommern bei 37 Prozent vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die auf 34 Prozent kam. Schwesig ist seit 2017 Regierungschefin und führt derzeit eine Koalition mit der Linken. (mit dpa)
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