Die Linke in Sachsen setzt ihren Mitgliederzuwachs fort. Seit Jahresbeginn traten nach Angaben des Landesverbandes rund 600 Menschen ein. Damit zählt die Partei im Freistaat nun deutlich mehr als 11.500 Mitglieder.
Zum Jahresende 2025 hatte der Landesverband 11.320 Mitglieder gezählt, wie die Partei mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es demnach noch 6917 gewesen. Der Altersdurchschnitt liegt laut Mitteilung bei 43,5 Jahren. 49,2 Prozent der Mitglieder sind demnach männlich, 46,3 Prozent weiblich und 2,1 Prozent divers. Bei 2,4 Prozent liege kein Geschlechtseintrag vor.
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Landesvorsitzende Anja Eichhorn erklärte, die im vergangenen Jahr eingetretenen Mitglieder hätten „ihren Platz in der Partei gefunden“. Sie organisierten unter anderem Sprechstunden, Haustürgespräche, Demonstrationen und Nachbarschaftshilfe. Gerade jetzt brauche es „eine starke soziale Partei in Sachsen“.
Der ebenfalls dem Landesvorsitz angehörende Marco Böhme sprach von einer nachhaltigen Entwicklung. „Unsere Eintrittswelle war kein einmaliger Hype. Die Linke ist zurückgekommen, um zu bleiben“, sagte er laut Mitteilung. Die Partei bleibe die mitgliederstärkste in Sachsen. Diese Stärke wolle man nutzen, um sich für sichere Arbeit, bezahlbares Wohnen und niedrigere Lebenshaltungskosten einzusetzen.
Bei der Landtagswahl im Jahr 2024 war die CDU mit 31,9 Prozent stärkste Kraft, dicht gefolgt mit der AfD mit 30,6 Prozent auf Platz zwei. Das BSW erreichte aus dem Stand 11,8 Prozent der Stimmen und landete so auf Platz drei. Auf Platz vier landete sie SPD mit 7,3 Prozent. Knapp schafften die Grünen mit 5,1 Prozent den Einzug in den Landtag. Die Linken hingegen verpassten mit mit 4,5 Prozent zwar die Fünf-Prozent-Hürde, konnten jedoch wie die Freien Wähler (2,3 Prozent) über zwei Direktmandate und die Grundmandatsklausel (Linke) oder durch einen gewonnenen Wahlkreis (Freie Wähler) in den Landtag einziehen. Seit Dezember 2024 regiert in Sachsen eine schwarz-rote Minderheitsregierung.
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